Barock-Ensemble begeistert zum Jubiläum in St. Sebastian mit Telemanns Einfallsreichtum

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Münster-Amelsbüren. Eine klangvolle Zeit“ wünschte Pfarrer Bernd Haane den Zuhörern in St. Sebastian zum Barock-Konzert am letzten Dienstag anno 2008. Das gehöre schon zur Weihnachts-Oktav dazu, spielte er auf die Regelmäßigkeit an, mit der das Ensemble teils aus der Ferne jedes Jahr anreist.

Seit nun zehn Jahren – der Jubiläumstag fiel nach dem Konzert Dietmar Thönnes auf.

Wiegenlied für 2009

Telemanns Musik liefert vor allem den Flötisten Gelegenheit, ihre Virtuosität zu beweisen. Annette Weßler-Enselein vom Schweriner Konservatorium spielte die Querflöte. Der Basso Continuo war reich besetzt: Anke Solle spielte die Viola, die da und dort eigene Akzente funkeln ließ, Lothar Solle und Thomas Enselein sorgten für den warmen, reichen Klang der Violoncelli. An Haanes Cembalo bildete Elke Cernysev, Kreiskantorin des Evangelischen Kirchenkreises Recklinghausen , das Rückgrat der Werke. Das Ehepaar Solle aus Everswinkel war neu dabei.

Georg Philipp Telemann war Programm; Johann Sebastian Bach hatten die Sechs als einen Gast auf Durchreise: Das Largo aus BWV 545/3 steuerte einen sonst fehlenden Klang bei, so Thomas Enselein. Bach zeigt hier, wie spannend eine weit angelegte Ideenführung klingen kann.

Nur begeistern konnte die Blockflöte von Dietmar Thönnes, Nottuln. Telemanns Partita II für Blockflöte und Basso Continuo aus „Die kleine Kammermusik“ gab ihr viel zu erzählen. Das tat die Flöte, von den behenden Fingern Thönnes' getrieben, in einem federleichten, rasanten Flug.

Mancher Klang wiederholt sich arg in Telemanns Werken – aber wenn man gerade daran denkt, überrascht der Altmeister wieder mit Neuem. Das durfte besonders Enseleins Cello im Concerto C-Dur für Flöte, Viola, Violoncello und Basso Continuo zeigen, etwa wenn das Cello gezupft wurde oder im Vivace einen stimmführenden Part übernimmt.

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