Dänisches und Avantgarde auf der Orgel von St. Nikolaus

Dänisches und Avantgarde auf der Orgel von St. Nikolaus
Er füllte St. Nikolaus nicht nur mit barocken Klängen aus Dänemark: Tobias Naumann. Foto: A. Hasenkamp.

Zuletzt aktualisiert 1. Juli 2023 (zuerst 19. Juni 2023).

Tobias Naumann aus Thisted spielt Hildebrandt-Nielsen, Andric, Bach und Mathiasen

Ein Orgelkonzert der besonderen Art erwartete die Zuhörer in der St. Nikolaus-Kirche: Tobias Naumann aus Dänemark präsentierte auf der umgebauten Ott-Orgel eine Mischung aus dänischer Musik und avantgardistischen Stücken. Von anmutigen Tänzen bis hin zu irritierenden Klängen bot das Konzert ein vielfältiges Hörerlebnis. Die einzigartigen Kompositionen und der talentierte Organist sorgten für einen unvergesslichen Abend, der durch die Unterstützung der Kollekte für Kirchenmusik ermöglicht wurde.

Münster-Wolbeck (agh). Tanzend beginnt der Sommerabend im Orgelkonzert in St. Nikolaus, dazwischen erklingt Irritierendes. Am Sonntag spielte Tobias Naumann aus Thisted in Dänemark die umgebaute, universale Ott-Orgel.

Ersten Applaus von den 34 Zuhörern erntet Naumann schon nach dem Rondo festivo in C von Felix Bräuer. Die Stücke von Heinrich Hildebrandt-Nielsen, geboren 1931, sind fortwährend präsent in Gottesdiensten in Dänemark, „Nun kommt die Blumenzeit“ zum Beispiel.

Nach einigem „Kunsthandwerk“, wie Naumann lobend sagt, kommen Johann Ludwig Krebs Fuge a-moll und von Bach die Triosonate Es-Dur BWV 525 – dann ist Zeit für eine Studie, die Uraufführung von Andreja Andric, Study III. Klänge ohne Melodie und allerhand anderes, befreit von Gefälligkeit, Wohlklang und trotz Variation auch von Entwicklung. Das so nie Gehörte, Minimalistische, irritiert, ist aber lesbar als Kontrastfolie. Der Komponist Andric, ein in Aarhus lebender Programmierer aus Serbien, zählt zur Avantgarde, so Naumann.

Beim Rondo-Polonese interessiert den gebürtigen Saarbrücker Naumann wenig, ob das Stück von „Antonio Diana“ womöglich Verdi verfasste. Es sei „ein schmissiges Stück“. In diesem Konzert führt er via Rondo tanzend zurück in gewohnte Klangwelten, dann weiter mit einem weiteren zeitgenössischen Komponisten aus Dänemark in die Natur. Bei Jens Mathiasen kann man mitempfinden, von „Der lange helle Sommertag“ bis „Die Sonne beginnt zu glühen“.

Die Orgelmusik Dänemarks sei wie der Ostseeraum geprägt von Musik-Traditionen der Hanse, so Naumann. Naumann konzertiert international, von Frankreich bis in die Ukraine. Sei t2022 arbeitet er als Organist und Kirchenmusiker in Nord-Dänemark.

Für wenigstens einen Zuhörer war vieles eine Erinnerung an Urlaube in Dänemark. Für den Kantor von St. Nikolaus, Thorsten Schwarte, führten die Klänge in Familienurlaube. Weil er dies bis heute pflegt, lernte er Naumann kennen und bewog ihn, die Reise in Gegenrichtung anzutreten. Solches zu finanzieren, war auch die Kollekte für die Kirchenmusik in St. Nikolaus da.


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