Sternsinger von St. Nikolaus Münster bereiten sich vor Singen und ein Blick auf "einzigartige Persönlichkeiten" in Chile bei Sternsinger-Aktion 2019

Kurz vor dem Aufbruch zur Sternsingeraktion: Kinder bereiten sich mit Thomas Hußmann in St. Agatha vor.

Münster-Angelmodde. Das Vorbereitungstreffen der Sternsinger-Aktion 2019 in der Alten Schule gegenüber der Kirche St. Agatha hat am Donnerstagnachmittag noch nicht angefangen, da haben die ersten Kinder schon die langen Umhänge der „Weisen aus dem Morgenland“ angezogen, es schimmert rot und blau. Thomas Hußmann, Pastoralreferent der Gemeinde St. Nikolaus Münster, zeigt den 19 Kindern, worum es in diesem Jahr geht: Hilfe für Kinder mit Behinderungen. Wobei der Film „Willi in Peru“ betont, dass die betroffenen Kinder vor allem „einzigartige Persönlichkeiten“ sind.
Es komme nicht darauf an, möglichst viel Geld zu sammeln, betont Hußmann. Es soll „euch Spaß machen und den Menschen den Segen der Weihnacht zu bringen“. Die Sternsinger-Aktion sei „die größte Aktion von Kindern für Kinder weltweit“.
Gut 200 Kinder würden an den vier Kirchorten in St. Nikolaus Münster sicher zusammenkommen, schätzt Hußmann, der zum zweiten Mal in St. Nikolaus bei der Sternsingeraktion dabei ist. Neben ihm betreut Pastoralassistent Max Eickmann einige Vorbereitungstreffen.
Da sind einige Kinder schon öfter mit von der Partie. Friederike Kuhrs zum fünften Mal: Sie startete, als sie drei Jahre alt war. Auch wenn es mal nasse Füße gab. Das Singen wird geübt: Erst „Wir kommen daher aus dem Morgenland“, dann auf Anregung einer Mutter: „Stern über Bethlehem“.
Jutta Beukenberg, neben Heike Hermes eine der Betreuerinnen für St. Agatha, sieht wenigstens einen Grund dafür. Die Kinder würden so ein Stück wachsen: Indem sie hier vielleicht erstmals allein losgehen, sich Situationen stellen. „Jeder so lange, wie er kann und möchte.“ Manche Menschen, die die Tür öffnen, sind sehr erfreut, manche weinen, andere können damit nichts anfangen.  

Kurz vor dem Aufbruch zur Sternsingeraktion: Kinder bereiten sich mit Thomas Hußmann in St. Agatha vor.

Eine Besonderheit gibt es in St. Agatha bei der Sternsinger-Aktion: Die Höfe-Tour zu den weiter außen liegenden Häusern. „Die warten immer alle schon, das ist schön“, sagt Beukenberg. Alle Straßen abzugehen, so Hußmann, sei in Angelmodde nicht möglich. In Wolbeck kämen wohl 65 Kinder zusammen, mit 20 Gruppen könne man sehr viele Straßen abdecken. Die Sternsinger sind je nach Ort am Samstag oder zusätzlich auch am Freitag unterwegs.

Nachtrag: Zum Spenden-Ergebnis 2019 teilt die Gemeinde S. Nikolaus Münster mit: 206 Sternsinger und die Kollekten in den Gottesdiensten erbrachten 28.809,92 Euro.

Informationen zur Verwendung bietet auch der „Jahresbericht 2017“ von Die Sternsinger-Missionswerk (60 Seiten).

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