Schülerinnen der Ballettschule Tenbrock bereiten sich auf Prüfung vor

Münster-Wolbeck. Die Feinheiten müssen in den Kopf, und in den Körper. Franziska Häger, Ballettlehrerin in der Ballettschule Tenbrock, späht mit Adleraugen auf die Mädchen, die gerade „an der Stange“ stehen, geht näher heran, korrigiert.

Ballett-Training im Level Intermediate

Später an diesem Donnerstag sollen die Mädchen des Levels Intermediate die Bewegung auf die Spitze verfeinern, mit dynamischem Unterschied – beim Hochkommen stakkato, blitzartig, herunter gleitend, wie mit Widerstand. Und alles im Takt der Musik. Häger erklärt, lässt wiederholen, lobt: „Das gibt zwei Punkte mehr!“ Ende Mai etwa kommt jemand von der Royal Academy of Dance (RAD), prüft und gibt Punkte. Von 1 bis 10. Da sind 2 Punkte viel.

Für Ästhetik und Aufführungen: Ballett

Die Punkte stehen für Ästhetik, darauf arbeiten die Sechzehnjährigen Johanna Bücker und Katharina Heflik sowie die vierzehnjährige Mika Rohlfing und Jana Kern ebenso gern hin wie auf die Aufführungen, die das Ballettstudio alle zwei Jahre bietet.

Ballettinternat und Ballettschule: Unterschiedliche Erfahrungen

Johanna Bücker hat einige Zeit in einem Ballettinternat in Essen trainiert. Sehr intensiv, aber mit unangenehmen Erlebnissen. Wo das beständige Korrigieren im Detail fehle, könne man sich nicht weiterentwickeln. Nun, zurück in Wolbeck, stellt sie sich wieder um: in Essen lief alles nach dem russischen System, hier nach dem der Royal Academy of Dance. Und da sind Namen und Vorstellungen von Korrektheit ganz anders. So ist es auch kein Zufall, dass Häger an der RAD in London studierte und dann gleich mit der ersten Bewerbungen in Wolbeck ihre Stelle fand. „Jeder kann eine Schule eröffnen und Ballettuntericht anbieten“, so Häger.

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Siegel sichern Qualität in der Ballett-Branche

Aber um Qualität zu sichern gebe es Siegel. Nur registrierte Lehrer können Prüfungen anbieten. Dann kommt im Fall der RAD eine englischsprachige Prüferin. „Ich bin dann nicht mit dabei und sage, was zu tun ist“, erläutert Häger. „Das müssen die Kinder dann selbst regeln.“ Damit hat Mika Rohlfing kein Problem, im Gegenteil: Sie findet es gut, dann objektiv beurteilt zu werden. Die Vorbereitung ist lang, Extra-Training normal: „Anderthalb Stunden sind gar keine Zeit“, sagt Häger.

Ballerinas kommen auch aus anderen Teilen von Münster

Nicht alle Mädchen wollen diesmal zur Prüfung. Aber nach Wolbeck zum Training kommen sie zum Teil von weiter weg: Inga Stapel aus Sendenhorst, Lea Brechmann aus Albersloh, Farina Fahrig, Lea Schaden, Johanna Bücker und Heflik aus Hiltrup, Rohlfing aus Mecklenbeck, Jana Kern aus Handorf, Luisa Leuer und Anna-Sophie Venherm aus Gremmendorf, Viktoria Heise, und Lena Brecklinghaus aus Wolbeck.

Fotos vom Shooting im Ballettstudio Tenbrock in Münster-Wolbeck

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