Orgel-Duett in Str. Marien Seltene Konstellation aus reichhaltiger Literatur mit Henk Plas und Jörg Nienhaus

Orgel-Duett in Str. Marien Seltene Konstellation aus reichhaltiger Literatur mit Henk Plas und Jörg  Nienhaus
Jörg Nienhaus an der Orgel in St. Marien, Münster-Hiltrup. Foto: A. Hasenkamp, Fotograf in Münster.

Zuletzt aktualisiert 19. September 2017 (zuerst 17. September 2017).

Münster-Hiltrup. Das gibt es selten – weil es selten geht: Zwei Orgeln im Duett spielten am Sonntag in St. Marien. Henk Plas, Organist der Gemeinde, war der eine, der andere einer, der in Hiltrup aufwuchs: Jörg Nienhaus.

Italien war ein Land, das Kunst und Musik besonders schätzte, häufig Ziel von lernwilligen Musikern aus ganz Europa. Girolamo Frescobaldi hat für zwei Orgeln geschrieben; mit seiner gesanghaften Sonate begannen Nienhaus und Plas. Antonio Solers munteres, dialogisches „Concierto I para dos organos“ stand auf dem Programm, Giuseppe Guami, Georg Böhm, der Bach beeinflusste, Samuel Wesley, noch einmal Soler und Gaetano Piazza, dazu mit Peter Mieg ein Komponist des 20. Jahrhunderts.

Wenig verständlich ist, dass weniger als 30 Zuhörer erschienen zu diesem besonderen Konzert. In Münster gibt es wenig Gelegenheit, solches zu hören. Die Orgeln müssen klanglich zueinander passen, sagt Plas, und Nienhaus ergänzt, dass der Klangraum wichtig sei: Zuviel Hall darf es nicht sein. Die Firma  Fleiter hatte die Orgeln eigens etwas früher als im normalen jährlichen Turnus gestimmt. Sichtkontakt zwischen den Organisten sei wichtig, auch wenn man sich mit Video behelfen kann. Schwierig sei es, synchron zu bleiben, auch wenn Technik Abhilfe schaffen kann. Eine Kirche, in der alles zusammenpasst, ist der Markus-Dom in Venedig.

Literatur für weitere Duo-Orgelkonzerte gebe es, sagt Nienhaus: „Ich habe nicht einmal lange gesucht.“

 

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