Meisterhaftes für Trompete und Orgel

Frank Zimpel und Alexander Pfeifer Münster-Hiltrup. Zwei Musiker aus Leipzig bot das Konzert für Orgel und Trompete am Freitagabend in St. Clemens. Die Kombination und ein alter Bekannter mancher Hiltruper füllten die Kirche, die äußerst gut besucht war.

Alexander Pfeifer an der Trompete und Frank Zimpel an der Orgel boten Bearbeitungen von Stücken aus Barock und Romantik für die durchaus verbreitete Kombination, die dennoch im Raum Münster nicht so häufig zu hören ist. Ein „wahrscheinlicher“ Händel machte den Anfang, ein „echter“ den Abschluss: Das Händel zugeschriebene Trumpet Voluntary erklingt wie ein froher Weckruf und ist der „echt“ Händelschen Wassermusik artverwandt. Die Spielfreude strömt auch aus Albinonies Concerto C-Dur, insbesondere aus dem Presto. Telemanns Concerto f-Moll ist eine meisterliche Schöpfung. Pfeifer interpretierte mit kultivierter Trompete eindrücklich seinen auch konditionell anspruchsvollen Part. Mit Mendelssohn schlossen die Musiker nach Händel einen zweiten Jubilar des Jahres 2009 ein und machten den Sprung in die modernere Musik.

Gabriel Faurés Sicilienne g-Moll und das „Bolero de Concert“ kamen der romantisch-französisch intonierten Orgel besonders entgegen. Paters Bernhard Trilling streute geistliche Texte ein und pointierte den kirchlichen Charakter des Konzerts mit einer Einladung zum gemeinsamen Beten des „Vater Unser“. Das Publikum dankte für das hochklassige Konzert mit reichlichem Beifall.

Pfeifer und Zimpel, ein eingespieltes Duo, das eine CD an der Silbermann-Orgel von Bad Lausick eingespielt hat, zollten der Qualität der Orgel Respekt: „Da träumt man ja nur davon.“ In der ehemaligen DDR liege da noch vieles im Argen. Lange habe es dort an Holz und Zinn gefehlt, meinte Zimpel. Die Leipziger Musiker sind alte Bekannte des auch in Hiltrup noch bekannten Paters. Er wirkte von 1988 bis 1994 in Hiltrup, bevor er als Pfarrer nach Leipzig ging. Dort verschaffte er dem jungen Trompeter Zugang zu einem beheizten Probenraum. Die waren rar. „Musik wird oft als laut empfunden …“, meint Trilling verschmitzt. Pfeifer studierte dann Trompte an der Musikhochschule in Dresden, spielte an der Dresdner Staatskapelle und am Orchester der Landesbühnen Sachsen. Mit Zimpel konzertiert er seit zehn Jahren. Der Organist arbeitet als Kirchenmusiker in Taucha und Leipzig. Außerdem ist er Dozent in Halle an der Saale.

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