Ensemble Kressiva aus Weißrussland in Wolbeck

Ensemble Kressiva aus Weißrussland in Wolbeck 2
Gerhard Trottier vom Tschernobyl-Organisationsteam aus Sendenhorst begrüßte die Musiker Walerij Petrow, Anatolij Kasak, Jelena Tschermakowa und Alexander Ternowskij in der Christuskirche. Foto: A. Hasenkamp, Fotograf in Münster.

Münster-Wolbeck. Zu Liebeleien mit viel Humor führte am Montagabend das Ensemble „Kressiva“ aus Weißrussland die Gäste des Benefizkonzerts in der Christuskirche in Wolbeck.

Lieder aus Russland, Weißrussland und der Ukraine

Lieder aus Russland, Weißrussland und auch aus der Ukraine, die an den Süden Weißrusslands grenzt, hatten die vier Musiker im Repertoire. Da sucht ein Mädchen nach einem starken Begleiter, eine andere hat Haare auf den Zähnen, da greift ein Angebeteter lieber zur osteuropäischen Spezialität Piroggen, einer Art Maultaschen: „anstatt sie zu küssen, hat er die Piroggen gegessen.
Diesmal spielte Walerij Petrow an der Gitarre, er war zuletzt vor acht Jahren mit Kressiva unterwegs, es sangen Alexander Ternowskij, Jelena Tschermakowa, und der künstlerische Leiter, Anatolij Kasak, mit seinem phänomenalen Bass und der Melodica. Gekleidet waren sie in volkstümliche Trachten, die nicht zuletzt die Kornblume schmückt. In einem Lied spielt die Eiche eine Rolle; sie steht dort für die treue, starke Liebe.

Gerhard Trottier vom Tschernobyl-Organisationsteam aus Sendenhorst begrüßte die Musiker Walerij Petrow, Anatolij Kasak, Jelena Tschermakowa und Alexander Ternowskij in der Christuskirche. Foto: A. Hasenkamp, Fotograf in Münster.
Die Musiker Walerij Petrow, Anatolij Kasak, Jelena Tschermakowa und Alexander Ternowskij in der Christuskirche. Foto: A. Hasenkamp, Fotograf in Münster.

Zum Verständnis der Lieder trug Galina Kowaltschuk bei, die Übersetzerin des Ensembles. Und manches setzten die großartigen Sänger Tschermakowa und Ternowskij augenzwinkernd schauspielerisch in Szene. So kam sonnige Stimmung auf unter den 19 Gästen, während draußen Wind und kräftiger Regen herrschten.
Kressiva tritt in den nächsten Tagen im Raum Coesfeld, Everswinkel und Sendenhorst auf, auch in der Magistrale des St. Josefs-Stifts und am Mittwoch in der Evangelischen Kirche von Sendenhorst (14.30 Uhr).

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„Kressiva“ heißt Feuerstein und besteht seit 1991. Die Folgen der Kraftwerk-Katastrophe von Tschernobyl waren Anlass zur Gründung der Folkloregruppe.

Die vier sind gestandene Musiker, beschäftigt in Minsk. Jedes Jahr nehmen sie sich Urlaub für eine Tournee durch Deutschland. Durch Benefiz-Konzerte will sie auf das Leid der Tschernobyl-Opfer aufmerksam machen und Mittel für deren Unterstützung zu sammeln. Dieser Aufgabe fühlt sich die Gruppe bis heute verpflichtet. 2016 jährt sich die Nuklear-Katastrophe zum dreißigsten Mal und die Halbwertszeit eines der freigesetzten radioaktiven Stoffe, Cäsium 137, ist erreicht.

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