Benefiz-Konzert mit Loechel und Wehland für die Ukraine

Benefiz-Konzert mit Loechel und Wehland für die Ukraine
Elvis und Jan Loechel musizieren, Henning Wehland lauscht.

Zuletzt aktualisiert 25. Mai 2022 (zuerst 6. Mai 2022).

Stark besuchter Spenden-Abend in der Nikolaischule in Wolbeck / Weitere Musiker als Überraschung

Münster-Wolbeck. Es ist kurz vor acht und der Schulhof der Nikolaigrundschule ist voll, unter blauen und gelben Girlanden und Luftballons stehen Erwachsene und einige Kinder, man unterhält sich bei einem Bier. Am Donnerstagabend stieg in der Aula ein Benefizkonzert, etwa 200 Eltern waren gekommen, das Kollegium schaute von draußen durch die geöffneten Türen. Angezogen waren sie zum einen von den Musikern Jan Loechel und Henning Wehland. Jan Loechel ist ein deutscher Musikproduzent, Songwriter, Sänger und Komponist, Wehland bekannt von der Band H-Blockx, zuletzt noch aktiv beim Drehen eines Musikvideos in der Turnhalle seiner Grundschule, die einst seine war und deren „kreischende Schulglocke“ er noch in den Ohren hat. Hinzu kam der vom Chor der Schule – und es gab noch Überraschungen. Schulsozialpädagogin Kristin-Theres Ueffing, „maßgeblich“ am Zustandekommen des Abends beteiligt, so Direktor Martin Nielebock, dankt Schulleitung und Kollegium, auch den neuen Fördervereins-Mitgliedern, u.a. Sabine Lindemann (stellvertretende Vorsitzende) und Christoph Lisowski (Kassenwart) sowie Maren Granzow und Maike Rösel (Beisitzerinnen), die den Rahmen kurzfristig organisiert hatten.

Loechel beginnt, „Traum“ und „Home“ begeistern, Wehland bietet u.a. „Elch“ – ein Wohlfühl-Abend mit reichlich Applaus für Songs in Deutsch und Englisch.

Die Musiker spenden den Eintritt; der Erlös geht an „Der kleine Prinz“ aus Warendorf, der sich um ukrainische Kinder in Deutschland kümmert, für sie Kleidung und Schulmaterial besorgt, sowie an „Ukraine-Hilfe Deutschland hilft“, dabei gehe es primär um den Wiederaufbau, erklärt Schulleiter Martin Nielebock gegenüber den WN. Entstanden war die Idee nach einem Sponsorenlauf zugunsten des nächsten Zirkusprojekts an der Grundschule. Da habe man etwas für andere tun wollen, so Nielebock, die Schulsozialpädagogin Kristin-Theres Ueffing sei auf den Gedanken gekommen, „die beiden Jungs“ zu fragen. Wer mehr spenden wollte, konnte dafür Kerzen in gestempelten Holzständern von der 4a erwerben.

Wieder ein anderer Stil begeistert, als Elvis Loechel ein Remix zu Loechels „Milch-Bar“ präsentiert. Und noch einmal ist das Publikum hin und weg – „Wozu sind Kriege da“ von Udo Lindenberg erklingt, mit dem zehnjährigen Grundschüler Jonathan in der Hauptrolle, unterstützt von einem Teil des Schulchores und Loechel mit Wehland. Eine Spontan-Einlage: Susanne Bergers trat mit Wehland auf, mit „Bonnie und Clyde“.

Sieben ukrainische Kinder seien in fünf Klassen der Grundschule „sehr gut angekommen“, so Nielebock, sie seien „dankbar für die kleinste Hilfe“, „die saugen die Sprache in sich auf“ – „es ist ein Traum, die Kinder hier zu haben“.

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