Onkel-Willy-Orden endlich auch im ZiBoMo-Museum angekommen

Onkel-Willy-Orden endlich auch im ZiBoMo-Museum angekommen

Narrenfreunde Hiltrup überreichen auch das Zertifikat zum seltenen Orden

Münster-Wolbeck -agh-. Jetzt ist der Onkel-Willy-Orden endlich im Bestand seines ZiBoMo-Museums – Wilbernd Jäger sagt: „Darauf warte ich schon einige Jahre!“ Seit 2016,

Während der Orden für das münsterische Original auch für die große Karnevalsgesellschaft ZiBoMo etwas Besonderes ist, hat er eine weit größere Bedeutung für die kleinste Gesellschaft, die Narrenfreunde Hiltrup. Die hat den Orden geschaffen, gestaltet von Franjo Kröger. Vier von den elf Narrenfreunden brachten am Samstagnachmittag einen Orden und ein Zertifikat mit nach Wolbeck: Stephanie Raneberg, Kathrin Osterhoff, Falk Westerholt und Oliver Schmidt. Das Zertifikat ist das 36. einer Auflage von nur 50.

Das zeugt von der Bedeutung von Onkel Willy alias Klaus Reinhardt für die Narrenfreunde und auch von deren Sinn für Marketing für einen guten Zweck.

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Erst 2009 gegründet, erreichten die Narrenfreunde dank Onkel Willys Bekanntheit einen Durchbruch im Karneval. Er sei der „Türöffner“ gewesen, so Westerholt zu den Ereignissen am 11.11.52015, und die Narrenfreunde hätten auch darüber ihre Nische im Karneval gefunden.

Viel Mühe hatte Schmidt, den Kontakt zu Reinhardt aufzubauen, ihn erst einmal zu kontaktieren, nachdem er eigentlich schon in den Ruhestand gegangen war. Vier Wochen habe es gedauert. Onkel Willy stimmte der Idee zu, einen Orden für ihn zu gestalten und zu vergeben, es folgte ein großer Auflauf mit Medien und VIPs. Die Veranstaltung der Narrenfreunde wurde geradezu überlaufen von den anderen Karnevalisten aus Münster.

Und doch vermitteln Schmidt und Westerholt den Eindruck, etwas hinter den Kulissen sei besonders beeindruckend gewesen. Nämlich das Kennenlernen des Menschen und Musikers, der musizierend durch England gefahren war, mit Größen der Musik zusammenarbeitete, sich nicht der Musik-Industrie unterwarf. Ein „Freigeist“ sei Onkel Willy gewesen, betont Westerholt mehrfach. Die Narrenfreunde besuchten ihn, den Wohnungslosen, in der Gartenlaube eines größeren Grundstücks in Gremmendorf, wo er wohnte. Da war er von der Stadt geduldet. Sie versorgten ihn mit Brennholz für den Ofen in dem Raum mit Einfach-Verglasung, brachten Lebensmittel. Und waren beeindruckt von den Erzählungen, vom Klavier in der Gartenlaube.

2016 waren die Narrenfreunde zu Gast im ZiBoMo-Museum zu Gast, da trug ihnen Jäger seinen Wunsch an. Jetzt nahm er den Orden Empfang, im Beisein von Hippenmajor Ralf Reisener mit Gemahlin und Adjutanten Holger Nahrup und Klaus Kramer, von Vertretern des Vorstands wie Torsten Laumann und Klaus Gerdes. Eine Vitrine hat Jäger für das seltene Stück schon im Auge.

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Die Narrenfreunde Hiltrup brachten eines der raren Exemplare des Onkel-Willy-Ordens zu den Karnevalisten der KG ZiBoMo. Foto: anh.