Bea Nyga erzählt aus ihrem Leben mit Musik und Musikern

Münster-Hiltrup. Im Trio mit den Brüdern Franks wird die aus Hiltrup stammende Bea Nyga in der Stadthalle Hiltrup auftreten. Vor dem Konzert am 31. Oktober erzählte sie den Westfälischen Nachrichten am Rande der Marktallee vom Programm, dem Leben mit der Musik und von Hiltrup.

 

„Ich vergesse, dass ich singen muss“

Einige Stücke von ihrer CD „Nichts als Liebe“ werde sie bieten,  aber vor allem Stücke aus „Absolut Wir“. Bossa, Swing, ein bisschen was Witziges – eben Vielfalt und jede Menge Energie. Klassik werde es aber nicht geben. Die Frau mit der markanten Brille lässt sich nicht einengen. Die meisten Lieder seien deutschsprachig. Lateinamerikanische Rhythmik wird auch zu hören sein – sie ist eine Bewunderin der kürzlich verstorbenen Mercedes Sosa. Sie sei ihr Idol gewesen, meint Nyga. Sie sei „schon für die leichte Muse“, bekennt Nyga, und schätzt die Knef, Milva, Valente, auch Gitte Hänning.
Und sie schätzt ihre Mitstreiter. Peter Franks studierte Geige und Bariton in Hannover, komponiert und textet. Letzteres ist auch seines Bruders Sebastian Sache, der Cello studiert hat.

Für Überraschungen gut

Jodeln kann Nyga auch – das hat schon manchen überrascht und gerührt. Und mitten im Programm könnte eine Kleidungs-Überraschung stehen – Frucht einer Wette bei einem früheren Auftritt in Hiltrup beim Männergesangverein.
Sie gehört nicht unbedingt zur Facebook-Generation, aber sie nutzt die Online-Plattform, um ihre Musik noch bekannter zu machen. Es sei „furchtbar“, meint sie, aber: „Die Clique ist drin“.

Hiltrup wird funktionaler

In Hiltrup ist sie aufgewachsen, in der „Langen Straße“. Doch in ihrem Kölner Veedel findet sie es dörflicher, da bleibe sie bei jedem Gang vor die Tür bei Bekannten auf einen Klön hängen. Es komme aber immer darauf an, „wie man sich reingibt“. Hiltrup habe leider einiges an schönen alten Gebäuden verloren, sei funktionaler geworden. Die Infrastruktur sei allerdings hervorragend.
In Münsters Südosten kam sie zur Musik. Franz Anstett, Pfarrer in Angelmodde und Präses bei der kfd war prägend. „Der Gottesdienst in der Schule war immer voll, weil Franz da war. Von ihm habe ich im Grunde alles gelernt.“ Gern erinnert sie sich daran und an die christliche Musikgruppe mit Fritz Baltruweit in Hannover. Die Zeit mit der kfd führte auch zu Begegnungen mit manchem Bischof. Die seien überraschend locker gewesen, erkennt sie in großer Wertschätzung an. Lockerer als manche aus dem Kirchenvolk.
Die neue geistliche Musik ist eines ihrer Felder – und ganz andere Richtungen auch. Dort in Hannover lernte sie im Alter von etwa 20 Jahren auch die Brüder Franks kennen. Und „die Jungs“ sind wichtig: „Ich habe selbst so viel Spaß auf der Bühne, ich vergesse manchmal, dass ich singen muss.“

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