Fortschreiten in vier Epochen TonArt singt in St. Nikolaus zum Jubiläum der Altarweihe

Münster-Wolbeck. Motetten zum Lobe Gottes hatte am Sonntag das Vokalensemble TonArt in St. Nikolaus zu einem Konzert mit dem Titel „Jubilate Deo!“ gebündelt, am Ende des Tages der „goldenen Altarweihe“.
Viel Latein prägt das vom Barock geprägte Konzert, eine Klangwelt, die TonArt feinsinnig und harmonisch ausfüllt. Bekannte Komponisten wie Scarlatti, Sweelinck und Hassler sind vertreten, weniger bekannte auch, etwa Adam Gumpelzhaimer mit „Lob Gott getrost mit Singen“. Das Thema prägt auch die neueren Stücke mit Werken von Zoltán Gárdonyi, Rolf Schweizer oder Karl Norbert Schmid. In vier Etappen schritt der Chor Epoche um Epoche in die Moderne vorwärts.
Strukturiert hatte der Chor das Konzert mit verschiedenen „Vater Unser“ am Ende jedes Blocks – einmal auf Latein (Albert de Klerk), auf Englisch (Alan Wilson), wieder auf Latein (David Basden), schließlich auf Französisch als „Notre père“.
Einen starken Kontrast setzte der Organist von St. Nikolaus und Leiter des Chors, Thorsten Schwarte, in den trennenden Orgelstücken: Klar hatte er sich gegen ein meditatives Nachklingen und Überleiten entschieden; heftig grollt es in der Fantasie über Psalm 33, „Singt fröhlich, erhebt die Stimmen“, von Jan Zwart. Das Stück wartet mit einer schönen Melodie hinter dem Zimbelstern-Klang auf.
Zart klingt das Konzert in e-Moll aus, „Der Abend kommt“.

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