USA: Ruprecht Polenz berichtet im Drostenhof Wolbeck

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Münster-Wolbeck. Über Erwartungen an den neuen amerikanischen Präsidenten Barack Obama stand am Mittwochabend im Drostenhof der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages Rede und Antwort.

Amerika hat über seine Verhältnisse gelebt und sein Ruf ist beschädigt, so Ruprecht Polenz. Dass die USA es schaffen, ihren Ruf verbessern, dass müsse auch Deutschland hoffen. Man brauche in der Welt die Führung der Amerikaner. 

Die Menschenrechte rückte Polenz mit dem Stichwort Guantanamo in den Vordergrund, als es um die weltweit beschädigte Ausstrahlung der USA ging. Hier seien rasche Entscheidungen wahrscheinlich. Aber es stellten sich Folgefragen nach dem Verbleib mancher Häftlinge. Auf Deutschland könnte durchaus die Frage zukommen, ob es einige aufnehme. Geschwächt seien die Handlungsmöglichkeiten der USA – nicht nur wegen der Finanzkrise, sondern auch wegen immenser Kosten durch Natur-Katastrophen. Es sei mehr amerikanische Aufmerksamkeit für multilaterale Ansätze zu erwarten, aber zugleich Anforderungen an die Partner. Und die USA ernst machten in Sachen Klimaschutz, dann stünden auch deutsche Exporteure vor neuen Herausforderungen.

Der Zustrom an Zuhörern hielt sich bei der Veranstaltung der CDU-Ortsunion in Grenzen, die Fragen der knapp 40 Anwesenden flossen jedoch reichlich. Sie galten insbesondere dem Nahen Osten und Russland sowie der Finanzkrise.