Theater AG des Gymnasiums Wolbeck arbeitet an „Momo“-Aufführung

Münster-Wolbeck.  Spontane Demonstration bei der Probe: „Zeit für alle“ steht auf dem Plakat, das eine der Schauspielerinnen der Theater AG des Gymnasiums plötzlich über eine sich besprechende Gruppe hält. Und auch darum geht es im Michael Endes phantastischer Geschichte, die zugleich eine Allegorie ist auf eine von falschem Zeit- und Geldverständnis getriebene Gesellschaft.

Der Sinn fürs Spontane, die sich bei der Probe am Samstag Bahn bricht, kommt aus einer energiegeladenen Ruhe, die aus dem Wissen um das schon Geleistete stammt. Am Vortag hatten die Schüler schon den gesamten Nachmittag an dem Stück gearbeitet. Die Samstagsprobe würde sich wohl bis in den Abend hineinziehen, schätzte Gaby Reuter, als Kunstlehrerin involviert.„Die Geschichte von den Stundenblumen" hat die Leiterin der Theater AG, die Lehrerin Heike Behrens, in den letzten Osterferien verfasst, frei nach dem Kinderbuch "Momo" von Michael Ende. Die Musik schrieb der Lehrer Wilderich Daniel. Seit den Sommerferien proben die Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 9. Erst einzelne Szenen, da konnte jeder noch mehrere Rollen probieren und sich dann mehrere wünschen. Leonie Fischer und Laura Glasner haben ihre Wunschrollen bekommen, sagen sie. Fischer spielt schon seit der Grundschule Theater; nun geht die 14-Jährige in die achte Klasse und spielt Momo.

Beeindruckende Kostümierung und Maske

„Ich bekomme eine Glatze“, sagt Franziska Rielmann, die mit ihrem längeren Haar noch ein „Grauer Herr“ werden muss. Sie kann sich ruhig der Maskenbilderin von Nicole Tautzt anvertrauen, das zeigt die schon  perfekte Kostümierung der meisten anderen. Die „perfekte Puppe“ Bibigirl ist eines der Glanzlichter. An der Rolle der Schildkröte fasziniert Glasner die tiefe Weisheit ihrer Aussagen, die auch einen fröhlichen Zug haben.

"MOMO oder Die seltsame Geschichte von den Zeit-Dieben und von dem Kind, das den Menschen die gestohlene Zeit zurückbrachte"

Am meisten, so Behrens, hat von dem Stück, wer die phantastische Geschichte und Gesellschaftskritik von „Momo“ kennt, mit Friseur Fusi, Meister Hora, Kassiopeia und den Grauen Herren etwas anzufangen weiß. Es müsse einiges vorausgesetzt werden, so Behrens, sie habe viel kürzen müssen.

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Theater AG wuchs mit Aufführungs-Erfolg

Auf die recht große Zahl von 28 Schülern ist die Theater AG angewachsen. Das kam aus dem Schwung nach der Aufführung von „Charlie und die Schokoladenfabrik“.

Viel Unterstützung 

Unterstützung bekommen Behrens und ihre Schauspieler von zwei Studentinnen der Universität Münster. Laura Jacobi und Katrin Grab assistieren Behrens oder vertreten sie auch einmal bei den wöchentlichen, zweistündigen Proben. Dabei studieren die beiden, die aus Essen und Neuss kommen, Mathematik und Englisch bzw. Französisch. Ein Pflicht-Praktikum führte sie nach Wolbeck. Seit einem Jahr sind sie dabei; sie haben freiwillig verlängert.

An der Ausstattung wurde nicht gespart – viel Engagement floss hinein, um in die ferne Welt des Gestern-Lands mit passenden Requisiten zu entführen. Dazu trug eine Mutter bei, auch die Kunst AG.

Die samstägliche Probe ist auch den räumlichen Begrenzungen geschuldet. Die Bühnenausstattung würde im Schulbetrieb stören. Erst recht die beiden Bühnen-Seitenstücke aus Holz, die für die vielen Darsteller nötig sind. So steht vor und nach jeder Probe der Gang in den Keller an. Den Hausmeistern sind sie für die tatkräftige Unterstützung dankbar.

Am Donnerstag folgt die Generalprobe.

{xtypo_info}Die zwei Vorführungen von „Die Geschichte von den Stundenblumen" finden statt am Freitag, dem 22.02., um 19.30 Uhr und am Sonntag um 16.00 Uhr, jeweils im Pädagogischen Zentrum des Schulzentrums Wolbeck. Der Eintritt ist frei.{/xtypo_info}

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