Mönchische Tänze aus Tibet füllen Dominikaner-Kirche und vermitteln Kultur

Dominikaner-Kirche Münster

Münster. Neun tibetische Mönche boten am Sonntag in der sehr gut gefüllten Dominikaner-Kirche Einblick in ihre Kultur und Weltanschauung, auch in für Mönche unerwarteter Art. [mit Fotos: Tibetische Mönche aus Sera, Dominikanerkirche Münster, 2012; Fotograf: Andreas Hasenkamp]

Im schlichten Ambiente der Kirche kamen die bunten Masken und Gewänder klar zur Geltung; sie traten auf als Eislöwe und Yak, Krähe und Hirsch – oder mit Totenkopf. Wobei die Krähe mit dem Dalai Lama assoziiert wird. Da werden Geschichten erzählt wie die vom Hirten, der in die Stadt kommt und seinen Schneelöwen verliert – für die Mönche eine Gelegenheit, die Besucher ein wenig mit einzubeziehen. Für sie taten die Mönche auch, was im Kloster nicht möglich ist – sie sangen. Mit poppiger Musik, mit Hüftschwung und Schalk im Nacken treten die zwei auf, die einen Yak verloren haben.

Mönchische Tänze aus Tibet

Die Lockerheit zum Finale tat der Würde keinen Abbruch. Zu Beginn ehrten die Mönche ein Bildnis ihres Dalai Lama, den Schlusspunkt setzte ein Gebet für den Weltfrieden.

Die etwas länglichen Erläuterungen des Rimpoche übersetzte Thomas Cerny ins Deutsche.

Der Österreicher ist Laienpraktizierender des Klosters Nalanda in Frankreich; gemeinsam mit zwei dortigen Mönchen begleitet er die Tibeter auf ihre einjährigen, nun fast beendeten Reise durch Europa. Ziel der Reise ist, Mittel für die 5000 Studierenden ihres Klosters Sera in Südindien zu beschaffen.

Vieles der durchaus nötigen Hintergrundinformation ging leider verloren, da die Lautsprecher-Anlage auf diese Verhältnisse nicht eingestellt ist. Starker Hall war die Folge; mancher Besucher gab vorzeitig auf. Auch die Sicht ist hier mangels Bühne eingeschränkt.

Dr. Thomas Brüninghaus von der gastgebenden Tibet-Initiative und Küsterin Lisa Reckers überreichte der Rimpoche einen weißen Schal als Dankeschön.

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