Gymnasium Wolbeck verabschiedet 2012 drei Lehrer

Am Ende des Schuljahres 2011/2012 verabschiedete Oberstudiendirektorin Edith Verweyen-Hackmann ihren Stellvertreter Helmut Kaiser und weitere verdiente Kolleginnen und Kollegen und dankte ihnen für ihre langjährige, engagierte Tätigkeit am Gymnasium Wolbeck, heißt es in einer Pressemitteilung vom 5. Juli 2012.:

Studiendirektor Helmut Kaiser unterrichtete die Fächer Deutsch und Sport,  zunächst im Rheinland. Weil seine Ehefrau aus beruflichen Gründen nach Münster wechselte, verlegte er den Familienwohnsitz in den Südosten Münsters. Zunächst war er noch in Ahlen tätig, wurde dann aber 2003 stellvertretender Schulleiter am Gymnasium Wolbeck und setzte im Bereich der Entwicklung zur selbstständigen Schule wesentliche Akzente. Da er bald darauf die kommissarische Vertretung der Schulleitung übernehmen musste, blieb nur noch wenig Zeit für seine Leidenschaft für Sprache und Literatur. Statt wie zuvor Literaturkurse, Schultheateraufführungen und Autorenlesungen zu organisieren, spielten jetzt „Haus und Hof“ eine immer größere Rolle in seinen Aufgabengebieten: Das Selbstlernzentrum, die neu gestaltete Studiobühne, die Erweiterungen und Umbauten des naturwissenschaftlichen Traktes einschließlich der Kunsträume und vor allem die multifunktionale Mensa tragen seine Handschrift.
Generationen von Referendaren verdanken ihm darüber hinaus nicht nur eine sorgfältige Ausbildung, sondern auch einen ausgeprägt „rheinländischen“ Umgang mit all dem, was das Leben schwer machen kann.
Nun folgt er ein zweites Mal seinem Herzen und seiner Ehefrau nach Hessen. Herr Kaiser war ein von Kolleginnen und Kollegen, Eltern und Schülerschaft geschätzter und kompetenter Gesprächspartner, der sich in außergewöhnlicher Weise persönlich zum Wohle der ihm anvertrauten Schülerinnen und Schüler einsetzte.

Mit Oberstudienrat Friedhelm Eckermann verlässt ein bei Schülern, Eltern und Kollegen ebenfalls hoch geschätzter Lehrer das Gymnasium Wolbeck. Friedhelm Eckermann unterrichtete die Fächer Deutsch, Sozialwissenschaften, Geschichte und Praktische Philosophie. Nach ersten Berufsjahren am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Münster gehörte er seit 1982 zum Kollegium des Gymnasiums Wolbeck. In den ersten Jahren nahm er zusätzlich einen Lehrauftrag an der WWU zur „Didaktik der Fotografie“ wahr. Eckermann war mehrere Jahre Beratungslehrer. Jahrelang leitete er eine von den Schülern hoch geschätzte Jonglier-AG, deren Auftritte das schulische Leben bereicherten. Seit seiner Ernennung zum Oberstudienrat im Jahr 2004 war er für die Öffentlichkeitsarbeit am Gymnasium Wolbeck zuständig. Die besondere Wertschätzung, die er im Kollegium genoss, drückte sich nicht zuletzt in seiner Wahl in den Lehrerrat aus, dessen Vorsitzender er vier Jahre lang war. Neben seiner engagierten Arbeit für die Schule gibt Friedhelm Eckermann seit 1996 Workshops für Kommunikation, Körpersprache und Improvisationstheater. Friedhelm Eckermanns Menschlichkeit, sein souveränes und immer auf faire Lösungen bedachtes Agieren im Kollegium werden fehlen.

Studienrätin Ursula Essmann unterrichtete seit Februar 1978 am Gymnasium Wolbeck die Fächer Mathematik und Physik von der fünften Klasse bis zum Abitur und außerdem Informatik in der Sekundarstufe I. 1983 wurde sie zur Strahlenschutzbeauftragten bestellt. Von 1998 – 2000 war sie Mitglied der Arbeitsgruppe im Bereich der Bezirksregierung Münster „Erprobung von Computer-Algebra-Systemen im Mathematikunterricht der gymnasialen Oberstufe“. Sie engagierte sich in den Fachkonferenzen, zum Beispiel bei der Ausarbeitung neuer Lehrpläne. Zeitweise war sie Vorsitzende der Fachkonferenz Informatik und stellvertretende Vorsitzende der Fachkonferenz Physik.
Ursula Essmann war Klassenlehrerin in der Sekundarstufe I, betreute Schüler/innen bei Mathematik- und Physikwettbewerben und arbeitete insbesondere bei der Schülerakademie Mathematik Münster (SAMMS) mit bzw. übernahm dafür die Projektleitung. In der Oberstufe war sie als Beratungslehrerin tätig. Dabei gehörte zu ihrem Arbeitsbereich auch die Organisation und Durchführung von Studienfahrten. In den letzten Jahren wurde sie vorwiegend im Unterricht in der Oberstufe eingesetzt und hat dort mit ihrer Erfahrung viele Schüler/innen beim Weg zum Abitur unterstützt.  Die gelassene, umsichtige und immer auf kollegialen Ausgleich bedachte  Art der erfahrenen Kollegin wird der Schule fehlen.

Oberstudienrat Hermann Wallmann unterrichtete seit 1976 die Fächer Deutsch und Erziehungswissenschaften am Gymnasium Wolbeck. 1980 wurde er zum Oberstudienrat ernannt. Er war viele Jahre Klassenleiter. In der Fachkonferenz Pädagogik war er mehrfach Fachvorsitzender. Von 1991 an organisierte und betreute er über viele Jahre hinweg das Betriebspraktikum am Gymnasium Wolbeck.
Charakteristisch für Hermann Wallmann sind sein Interesse und Engagement im Bereich Sprache, Schreiben und Literatur, das weit über den schulischen Rahmen hinausweist. So war er auch außerhalb der Schule lehrend tätig, etwa an der VHS Münster (Kurse „Schreibwerkstatt“ und „Lesewerkstatt“), an der Universität/Gesamthochschule Essen ( Lehrauftrag im Studienbereich „Literaturvermittlung und Medienpraxis“ im Wintersemester 1993/94 zum Thema „Literarische Neuerscheinungen“) und an der Universität Marburg (im Jahr 2000 mit dem Thema „Planung und Konzeption einer Literaturzeitung“). 1989 wurde er in den Deutschen PEN-Club gewählt. Dort hielt er Vorträge und nahm an zahlreichen nationalen und internationalen Kongressen und Veranstaltungen teil. 1991/92 war er Fachberater der Bezirksregierung im Bereich „Literaturkurse“. Im Rahmen des Lyrikertreffens Münster sorgte er als dessen künstlerischer Leiter dafür, dass geeignete Autor/innen zu Schullesungen am Gymnasium Wolbeck kamen, die den Schüler/innen Kontakt und Auseinandersetzung mit Literatur und insbesondere Gedichten ermöglichten. Seine persönliche Schwerpunktsetzung inspirierte auch seinen Deutschunterricht, dessen hohes Niveau und große Aktualität  viele vermissen werden.

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