Sechste Rassegeflügel-Zuchtausstellung in Wolbeck zieht auch Familien an

Zwei Tauben in einem Käfig bei der Kleintierschau

Zuletzt aktualisiert 22. Oktober 2020..

Tierische Eleganz und jugendliche Zuchtleistungen

Von Andreas Hasenkamp

Münster-Wolbeck. Bei der sechsten Rassegeflügelzucht-Ausstellung der Vereine RGZV Phönix Münster Wolbeck und RGZV Westfalia 05 Münster gab es am Samstag und Sonntag im Zelt auf dem Parkplatz gegenüber der Kirche St. Nikolaus wieder Neues zu sehen. Tauben, Enten und Hühner umfasste die Ausstellung, organisiert von den  Ausstellungsleitern Marco Goymann und Frank Ruppel.

Lachtauben und Aargauer Weißschwanz

Mit vielen der Namen lässt sich eine Weltreise machen: Lachtauben, Zwergenten, Thüringer Brüster, münsterländer Feldtauben, rostrebhuhnfarbige Welsumer, Niederrheiner, Okina-Chabos aus Japan, die Libanontaube, die syrische und die basraer Wannentaube, schlesische Kröpfer, Brünner Kröpfer, westfälische Totleger und schweizer Einfarbige.

Der Aargauer Weißschwanz zeigte sich in tiefem Schwarz mit schillerndem „Halsband“ und einem weißen Schwanz, stattliche Hähne einen  prächtigem rotem Kamm,  der Sibirische Positurtümmler, ganz in weiß, bewies, wie weit er den Kopf nach hinten legen kann, um „Adel“ zu zeigen.

An jedem Käfig gab es auch etwas zu lesen, denn alle Tiere der Kleintierschau waren am Samstagvormittag von drei Prüfern bewertet worden. Denen entging auch nicht, wenn ein Kamm artuntypisch wie ein „M“ geformt war. Erstmals stellte auch Andreas Glahn aus, große Lakenfelder Hähne, erst zu Ostern geschlüpft.

Ein Kulturgut: Werben um Anerkennung für Zucht von Rassegeflügel

Die Vereinsvorsitzenden Dr. Ralph Korte (RGZV Westfalia 05) und Günter Scheschinski (RGZV Phönix Münster Wolbeck) warben um Anerkennung für die Zucht von Rassegeflügel. Sie seien über Jahrhunderte von Generationen von Liebhabern gezüchtet und erhielten damit auch ein Kulturgut. Sorgen machen den Züchtern in Münster Raumprobleme, unzufriedene Nachbarn und Nachwuchssorgen. Bezirksbürgermeister Dr. Michael Klenner eröffnete die Ausstellung in der Gaststätte Kiepe und überreichte Pokale. Die Nachwuchssorgen könne er nicht sehen, meinte er. In der Tat präsentierten sich Jugendliche und Kinder mit guten Zuchterfolgen. Marvin Ruppel gewann in Hannover das Blaue Band, eine hohe Auszeichnung.

Diesmal hatten die Geflügel-Freunde auch neue Besucher zu begrüßen. Am Handwerker- und Bauernmarkt in Albersloh hatten sie im September mit einem Stand teilgenommen und die Besucher hatten Gutscheine gewinnen können – etwa für sechs Eier. Tatsächlich kamen ganze Familien, um den Gewinn nun einzulösen – und wenn sei schon mal da waren, guckten sie sich auch die zweibeinigen Eier-Spender genauer an.

() Bezirksbürgermeister Dr. Michael Klenner (v.l.) überreicht einen Pokal an Susanne Ruppel, die ihren Sohn Marvin vertrat, und Leon Danneker als Jugendmeister für seine sibirischen Positurtümmler in Gegenwart von Dr. Ralph Korte und Günter Scheschinski.

Bitte gib der Seite ein