Wie vermitteln Städte ihre Geschichte? Kongress „History sells?“ in Münster

Wie vermitteln Städte ihre Geschichte? Kongress "History sells?" in Münster
Der Münster-Bus steht für eine Stadtrundfahrt am Domplatz bereit. Fotograf: Andreas Hasenkamp, Münster.

Münster (SMS) Historische Feste, Mittelalter-Märkte, Stadtführungen mit historischen Persönlichkeiten, Preisverleihungen, Ausstellungen, Zeitzeugen-Veranstaltungen – mit vielen Formaten versuchen Städte, sich anhand ihrer Geschichte zu profilieren. Dabei kommt es oft zum Versuch eines Brückenschlags zwischen medientauglichem Superlativ oder publikumswirksamem Spektakel auf der einen und dem Anspruch einer authentischen, wissenschaftlichen Geschichtsvermittlung auf der anderen Seite.

Kongress „History sells?“ diskutiert in Münster die Beziehung von Marketing und Wissenschaft

Der interdisziplinäre Kongress „History Sells? Geschichte und Marke(ting)“ bringt zu dieser Thematik am Donnerstag und Freitag, 22./23. Oktober, im Festsaal des Rathauses erstmals die unterschiedlichen Positionen aus Marketing und Wissenschaft miteinander ins Gespräch.

Marketing und Wissenschaft blicken auf Stadtgeschichten

Auf Einladung von Münster Marketing, der Allianz für Wissenschaft und der Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland diskutieren 14 Historiker, Kommunikationswissenschaftler und Marketingexperten aus ganz Deutschland die Beziehung von wissenschaftlich fundierter Geschichtsdarstellung und Marketing. Die Bandbreite der Vorträge reicht vom Umgang mit Geschichte und Identität in Städten wie Nürnberg oder Leipzig über Analysen zum Verhältnis von Stadtmarketing und Stadtgeschichte bis hin zum kritischen Blick auf den anhaltenden Geschichtsboom.

Als internationaler Gastredner ist der ehemalige Direktor des Rijksmuseums Amsterdam, Jan Willem Sieburgh, mit dabei. Er zeigt, wie viel ungenutztes Potential in einer engeren Zusammenarbeit zwischen Kreativwirtschaft und Kulturschaffenden liegen kann. Workshops zur Wissenschaftskommunikation und zur Inszenierung von Geschichte als Erlebnis ergänzen das Programm. Moderator ist Sven Kellerhoff, leitender Redakteur für Zeit- und Kulturgeschichte bei der Zeitung „Die Welt“.

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Veranstaltungsreihe „Dialoge zum Frieden“

Der Kongress steht im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltungsreihe „Dialoge zum Frieden“. Er richtet sich gleichermaßen an Historiker, Stadtmarketing-Experten, Touristik-Fachleute, Kommunikationswissenschaftler und Kulturschaffende. Mit rund 160 Anmeldungen ist der Kongress fast ausgebucht. Für Kurzentschlossene gibt es noch einige Restplätze. Anmeldung und Info: www.historysells.de

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