Angebot für Schüler in Münster: Wissenslücken freiwillig füllen –

In 18 Fördergruppen werden in den Herbstferien coronabedingte Lerndefizite aufgeholt / Viele haben Chance ergriffen

Münster (SMS) „Es war schon ein Kraftakt, der nur mit Unterstützung der Schulen und dem Engagement der Lernförderkräfte möglich war“, resümiert Wolfgang Wimmer, stellvertretender Leiter des Amtes für Schule und Weiterbildung der Stadt Münster, die Organisation von 18 Fördergruppen an städtischen Schulen in Münster. Fördergruppen, in denen in den Herbstferien coronabedingte Wissenslücken gefüllt werden, um so Lerndefizite aus der Zeit des Homeschooling aufzuholen.

Lernchance vom Land NRW gefördert: Gruppen von maximal zwölf Schülern – auch für Berufsschüler

Die vom Land geförderte Chance haben viele Schülerinnen und Schüler allzu gerne ergriffen. Sie werden an verschiedenen Grund- und weiterführenden Schulen von zwei Förderkräften in Gruppen von maximal zwölf in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik oder Englisch unterrichtet. „Es ist uns zudem gelungen, für Berufsschülerinnen und -schüler zwei Kurse mit Deutsch als Zweitsprache einzurichten“, berichtet Isabel Stahl vom Amt für Schule und Weiterbildung, die bei der Organisation die Fäden in der Hand gehalten hat. 

Auf wenig unterstützte Schüler zugeschnitten

Das Angebot wurde vorrangig auf Schülerinnen und Schülern zugeschnitten, die in der Zeit, als sie zuhause lernen mussten, wenig von ihrer Familie unterstützt werden konnten. „Um sie möglichst gezielt fördern zu können, haben die Lehrkräfte für jeden einzelnen Lernstand und -erfordernisse skizziert, um daran anknüpfen zu können“, erhofft sich Stahl einen guten Erfolg.

Lernförderung binnen drei Wochen umgesetzt

Das Land NRW finanziert 80 Prozent der Kosten, die Stadt Münster übernimmt die restlichen 20 Prozent. Im Vorfeld hatte das Amt für Schule und Weiterbildung den Bedarf an Lernförderkräften ermittelt. Die Schulen steuerten die Zahl der Schülerinnen und Schüler bei, die freiwillig in den Ferien am Förderunterricht teilnehmen wollten. Zudem flossen in die Planungen die coronabedingten Hygieneanforderungen ein, die in der Gruppenarbeit in Schulgebäuden einzuhalten sind. Und das alles mit einem gewaltigen Zeitdruck, denn von der Herausgabe der Förderrichtlinien des Landes bis zum Startschuss der ersten Unterrichtsstunden blieben ganze drei Wochen Zeit.

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