Gewerbeverein Wolbeck plant neuartige „Lichternacht“

Gewerbeverein Wolbeck plant neuartige „Lichternacht“
Aus konstruktivem Ausstausch entstand beim Stammtisch des Gewerbevereins auch gute Laune. Foto: A. Hasenkamp.

Münster-Wolbeck. Der Wolbecker Gewerbeverein bleibt rührig und entwickelt gern neue Ideen, die er postwendend auf Machbarkeit abklopft. In die Karten spielte ihm dabei, das zum „Stammtisch“ in der Gaststätte Kiepe auch Bezirksbürgermeister Peter Bensmann eingeladen war, frisch herbeigeeilt nach einer Sitzung mit dem Gewerbeverein für Gremmendorf und Angelmodde.

Viel war vom Marktplatz die Rede. Denn für Neuauflage der „Lichternacht“ suchten die anwesenden, ein gutes Dutzend lokal oder überregional Tätiger aus Handel und Dienstleistung, nach einer Verknüpfung zwischen Angeboten im Ortskern und jenen entlang der Hiltruper Straße, zudem mit Einbezug von Hofläden. Da sei doch der Marktplatz geeignet, den könnte man als eine zentrale Anlaufstelle mit einigen Boden bestücken und auch mit einem Musikangebot. Angedacht ist, an einem Wochenende im November sowohl am Freitag als auch am Samstag Programm anzubieten. Die Ladenlokale könnten zum Beispiel über eine Rallye eingebunden werden. Auf dem Marktplatz habe es früher schon Veranstaltungen in einem Festzelt gegeben und auch einen Autoscooter, erinnerte sich ein jüngerer Teilnehmer. Diesmal könnte sich der Marktplatz bis zur Unkenntlichkeit verwandeln – da gab es Ideen aus Vorbildern in Hannover und Warendorf.

Mehrere Teilnehmer wünschten sich mehr Sichtbarkeit mit Aktionen des Gewerbevereins. Für diesen Sommer seines sei es jetzt zu spät, man könne sich dies aber für 2023 vorstellen. Eine Idee: eine Radtour zwischen Südost, Hiltrup und Amelsbüren, in Kooperation mit den dortigen Gewerbevereinen. Bensmann regte eine Radtour in die Baugebiete von Münsters Südosten an und eine Besichtigung auf dem Gelände des York-Quartiers.

Außerdem berieten die Teilnehmer über eine Hilfsaktion für die Ukraine. Die müsse gezielt sein, statt nutzlose Dinge anzuhäufen. Bensmann nannte die Freiwilligenagentur in Münster als Anlaufstelle für Listen mit realem Bedarf. Münster habe bislang 780 Menschen aufgenommen, Lublin in der Größenordnung von 15000. „Das ist eine andere Dimension.“

Ein Ärgernis ist der Umgang vieler Wolbecker mit Müll. „Wenn wir nicht jeden Tag saubermachen würden …“, meint eine Unternehmerin von der Hiltruper Straße. Zeitpunkt: Nach Schulschluss. Zu den Funden gehörten „angefressene Brote“ und „Pfanddosen“.

Die Laune beim Stammtisch war gut und konstruktiv.  Hier engagieren sich nicht nur jene, die bei einem Event auf Umsatz hoffen können. Und weil jeder in Ruhe zu Wort kommt, kommt eine Idee zur anderen und gewinnt durch den Erfahrungsaustausch.  

Zitate:

  • „Super, die können in Wolbeck gar nicht mehr anhalten“ – Teilnehmer, als er von einem Bauprojekt im Ortskern von Wolbeck nahe einer Bushaltestelle erfährt.
  • Zum Gewerbeverein: „Ich finde, der ist total unsichtbar“, Teilnehmerin
  • Zur Motivation, beim Gewerbeverein etwas zu machen, obwohl dabei für das überregional tätige Unternehmen kein Umsatz herausspringen dürfte: „… weil wir hier gerne leben“.
  • Zum Asphalt-Frühstück: „immer super“