Fußball-Spiel Dorf-gegen-Heide bot Überraschungen bei kühlen Temperaturen

Zuletzt aktualisiert 6. Mai 2018 (zuerst 12. Mai 2010).

Münster-Wolbeck. Zwei heiße Partien bot das Traditions-Fußballspiel „Dorf-gegen-Heide“ am Mittwoch den Zuschauern. Wobei das recht kühle und phasenweise feuchte Wetter viele vom Gang zum Rasenplatz auf der Bezirkssportanlage am Brandhoveweg abgehalten hatte; es waren bei weitem nicht so viele wie in den Vorjahren.

Zwei Treffer ohne Perücke

Die ganz kleinen Kicker der U7 legten vor, trainiert von Silvia Gieseking und Berthold Aland. Hier gingen die Spieler reihenweise schmerzerfüllt zu und Schiedsrichter Alfred Tacken dämpfte mit freundlicher Gelassenheit manchen Schmerz an Schienbein und Knie. Dennoch hatte der eine oder andere seine Aggression nicht im Griff – und wurde aus dem Spiel genommen. Obwohl es bei den Jüngsten die Abseits-Regel nicht gibt und auch beim Einwurf die Kriterien lockerer sind. Der Spaß am Spiel sei wichtig, so Tacken.

Das sahen die anderthalb Dutzend Eltern und Geschwister am Rand des Kleinfeldes ebenso – hier gab es eine Fülle munterer, nicht ganz ernst gemeinter Kommentare zur allgemeinen Belustigung. Für Tacken ging es gleich mit den ganz Großen weiter, die Spaß und fußballerisches Niveau zu verbinden wussten. Rudi Haves war der Kühle wegen mit schwarzer Perücke aufgelaufen, Frank Krause tat es ihm solidarisch mit Pippi-Langstrumpf-Perücke nach. Rudi Haves teilte die Positionen zu und freute sich über drei spontan hinzugestoßene Herren, im Schnellverfahren integriert: „Wie heißt Du?“ – „Norbert!“.

Dann wogten die Altherren hin und her, Erich Voß setzte sich für die „Heide“ durch, am Spielfeld-Rand fragte VfL-Chef-Logistiker Hermann-Josef Ringbeck sich angesichts einer leeren Ersatzbank für das Dorf: „Kriegen wir denn im Dorf gar keinen Nachwuchs mehr?“. Beide Seiten hatten gute Chancen, konstatierte Sven Weigelt zur ersten Pause.  Doch „Dorf“ machte hinten zu, „Heide“ schwächelte im Sturm und dann rumste es im Heide-Kasten: Krause trickste einen Abwehrspieler aus und   der Torwart musste hinter sich greifen. „Ich habe den Ball von innen nach außen geschnitten, dann hatte er einen Backspin“, legte Krause seine Erfolgsrezept offen. „Das Tor tat gut nach so langer Zeit.“ Der Jubel der Dorf-Mannschaft, selten mit einem Sieg bei Dorf-gegen-Heide verwöhnt, war kaum verklungen, da stürmte Krause wieder, Josef Schwegmann ging mit, bekam den Pass: 2:0 für das Dorf.

Eine Sensation deutete sich an: „Wird Dorf zum ersten mal seit 28 Jahren gewinnen?“, fragte ein Ersatzmann der Heide. So kam es dann auch – erneut traf Krause, diesmal aus spitzem Winkel. 3:0 für das Dorf, die Sensation war da. Bei den Jubel-Mannschafts-Fotos waren Dorf und Heide dann schon wieder gleich gut aufgelegt: Wie immer hatte Wolbeck gewonnen. Der Reinerlös des Leder-Festivals geht an den Förderkreis Achatius-Haus, der mit einem Info-Stand vertreten war.

Das Spiel-Ergebnis wird freilich noch geprüft: Schiri Tacken war nicht entgangen, dass der zweifache Torschütze sein Aussehen während des Spiels verändert hatte: Die Perücke war bei den Treffern weg. „Ich muss mal mit dem Verband reden“, meinte Tacken. Aber mit einem Schmunzeln.

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