Die Familie Zumbusch und Wolbeck

Nachfahren eines bemerkenswerten Autos:  Heinz Busch und Margit Busch-Zumbusch, Klaus und Christina Meyer zu Riemsloh sowie Heiner Bräutigam mit Ferdinand Zumbuschs Buch über die Geschichte Wolbecks aus dem Jahr 1902. Foto: A. Hasenkamp.

Münster-Wolbeck. Aus der Geschichtsschreibung über Wolbeck ist Ferdinand Zumbusch nicht wegzudenken, aber im Mittelpunkt der Veranstaltung des Heimatsvereins am Freitagabend im Pfarrheim stand „die Familie Zumbusch und ihre Beziehungen zu Wolbeck“.

Im Mittelpunkt stand Ferdinand Zumbusch, eine Zeit lang Rentmeister beim Grafen von Merveldt, später auf Schloss Brünninghausen – aber der genealogische Bogen war weitgespannt, bis ins 13. Jahrhundert. Denn die Zumbuschs oder „ten Buschs“ wie hatten schon zuvor hervorgehobene Ämter bekleidet und so ist einiges überliefert. Wie es hatte Archivarbeit in Dortmund und Münster zu Tage gefördert. Bernhard Karrengarn präsentierte Ergebnisse seiner Forschung zusammen mit Alfons Gernholt. Zeichnungen und Gemälde, genealogische Daten, ein prächtig ausgemalter Stammbaum waren auf der Leinwand zu sehen. Und hinten im Saal lag das Original von Ferdinand Zumbuschs Geschichte Wolbecks, das er selbst als „Werkchen“ bezeichnet hat. Man durfte die 800 Seiten anfassen, mit Handschuhen. Die reiche Informations-Ernte ist auch Angehörigen der Familie zu verdanken. Einige waren teils aus der Ferne angereist: Heinz Busch und Margit Busch-Zumbusch aus Neuwied, Christina und Klaus Meyer zu Riemsloh aus Essen – Ferdinand Zumbusch war Bruder seines Urgroßvaters – und Heiner Bräutigam aus Dortmund – seine Großtante hatte Ferdinand Zumbusch geheiratet. Bemerkenswert: Der vom Heimatverein Wolbeck veranstaltete Abend hatte die Verwandten erstmals zusammengeführt.

Zumbusch, so das von ihm an diesem Abend vor gut 50 Gästen entstehende Bild, war nicht nur ein guter, das Vermögen seines Dienstherrn mehrender Rentmeister, sondern auch ein guter Zeichner und Erzähler: den Schluss des abwechslungsreichen Abends fühlten Erzählungen Zumbusch von den Eskapaden seines Herrn von Romberg, besser bekannt als der „tolle Bomberg“. Aus der nach Zumbusch benannten Straße in Wolbeck waren einige Anwohner gekommen. Zeichnungen aus „die Geschichte Wolbecks“ dienten 2017 einem Kurs in Wolbeck als Vorlage   für eine r künstlerisch-kreative Verarbeitung.

Im reichen Programm des Heimatvereins geht es weiter mit dem Schmücken des Maibaums auf dem Festplatz am Feuerwehrhaus am 30. April. Eine „Wolbecker Schlagernacht“ lockt  am 28. Juni mit Stücken der fünfziger und sechziger Jahre zum Mitsingen für alle.

 

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