Zwiegespräch zur entflogenen Zeit: Konzert mit Bekogu-Trio in St. Nikolaus

Münster-Wolbeck. Der letzte Sonntag des Kirchenjahres endete in St. Nikolaus mit einem ungewöhnlichen Konzert mit Streich- und Schlaginstrumenten.

Es spielten Benjamin Nachbar, Günther Wiesemann und Konstantin Kramarov als Vertreter des erkrankten Michael Nachbar. So wurde aus dem erwarteten Benmigu-Trio das Bekogu-Trio, wie es Kantor Thorsten Schwarte fasste. Schwarte begrüßte etwa 40 Zuhörer und verwies auf die Spannung, die hier bestehe zwischen dem Totensonntag, auch Ewigkeitssonntag genannt, und dem Christkönigs-Sonntag. Der eine ist evangelisch, eingeführt 1816 von Friedrich Wilhelm III., und  zielt auf das ewige Leben nach dem Tode und die Auferstehung, der andere römisch-katholisch und bezieht sich auf die Königsherrschaft Christi in Ewigkeit – eine klare Parallele.

Für das geistliche Konzert standen Werke von Bach und Mozart auf dem Programm, dazu Mozart und Händel, ergänzt von zwei Eigenkompositionen Wiesemanns. Sein „quiete“ arbeitet mit dem als Zwiegespräch angelegten Wechselspiel von Streich- und Schlaginstrumenten wie Gong und Triangel, virtuos zart gespielt, und einem räumlichen Klangeindruck, geschaffen, indem Wiesemann mit dem Gong von der Orgelempore zum Altarraum ging.Wieder den menschlichen Größenwahn komponiert ist das Werk „Flug und Flugversuch“ für Violine, Viola und Orgel, zu dem der Komponist und Texter vorab den Text verlas.

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