Wen wählen Schüler ins Europäische Parlament?

Wen wählen Schüler ins Europäische Parlament?

Schüler aus Wolbeck und Hiltrup organisierten Podiumsdiskussion zur Europawahl 2024

Münster-Wolbeck -agh-. Eine muntere Diskussion zur Europa-Wahl mit vielen Beteiligten erlebten am Montagvormittag Schüler des Wolbecker und des Kant-Gymnasiums. Vier Kandidaten waren ins Pädagogische Zentrum gekommen, Dr. Philipp Mathmann, Oberarzt und Sänger, von den Grünen, Madita Fester von der SPD, Studentin, bis 2022 im AStA der Universität Münster, aus der Kommunalpolitik Claudia Grönefeld aus Münster, schulpolitische Sprecherin der FDP-Ratsfraktion und Sabrina Salomon aus Drensteinfurt, für die NRD-CDU auf der Landesliste für die Europawahl.

Obwohl da und dort Positionen kontrovers und nicht vereinbar sind, geht es zivilisiert zu, talkshow-hafte Auswüchse bleiben aus. Man lässt sich ausreden. Auch, als Grüne und FDP quasi koalitionsintern aufeinanderprallen bei Massentierhaltung und Tempolimit. Salomon ringt mit sich, sieht vom Kopf her mehr Argumente für ein Limit, vom Herzen her ist sie der Regel abgeneigt.

In verschiedene Formate hat der Sozialwissenschafts-Grundkurs der Q1 den Austausch gegliedert: Eines sind Ja-Nein-Fragen, die über die roten oder roten Karten die Positionen sichtbar machen – häufig Einigkeit bei allen vieren, mehrfach Konsens von FDP und Opposition. Sichtbar wird auch, dass eine Frage nicht in Ja oder Nein auflösbar ist. Tiefer ins Thema zu gehen ermöglichen den Vieren die Fragen der Sprecher von Schülergruppen, die Themen von „Sicherheit“, „Digitalisierung“ in der Schule bis „Zukunft“ fokussieren. Eine Minute ist das Limit, ein Zeitnehmer aus der Schülerschaft signalisiert das Ende. Zeit für eine Erwiderung ist dennoch drin. Das Moderatoren-Team Josef Elia, Hanna Folker und Ben Schulze Brandhoff hat keine Mühe, das Konzept trägt.

Finale nach fast anderthalb Stunden ist eine digitale Umfrage per Smartphone: Wer war für euch am überzeugendsten? Die Statistik ruckelt ein: Salomon (40 Prozent), Mathmann (37), Fester (16), Grönefeld (7). Direktorin Désirée Bourger und Lehrer Nils Voelzke sind beeindruckt von der Aufmerksamkeit der Schüler, von der Leistung des WLAN nicht. Die Kandidaten holen sich ein Foto vom Ergebnis, hinterlassen ein Lob für die Veranstaltung. Das möge es doch an mehr Schulen geben, wünscht Salomon.

Nicht dabei waren „Die Linke“ und die AfD. Von der Linken habe es keine Rückmeldung gegeben, so Voelzke, Bourger hatte sich diesmal gegen eine Einladung an die AfD entschieden.

() Ein aufmerksames Publikum für ein Schülern gut strukturiertes Gespräch fanden die Europa-Kandidaten von vier Parteien im Gymnasium Wolbeck. Foto: anh.

Quellen:

Zu oder von Madita Fester

„Ich heiße Madita Fester, bin 29 Jahre alt, geboren in Halle/Saale und aufgewachsen in Köln. Studiert habe ich zuerst in Aachen den Bachelor Gesellschaftswissenschaften. Seit nun sieben Jahren lebe ich in Münster und studiere den Master Politikwissenschaften sowie den Bachelor Arabistik/ Islamwissenschaft und Kultur- und Sozialanthropologie.“ https://www.madita-fester.eu/ueber-mich/

https://www.wn.de/muenster/asta-vorsitzende-fordert-revolution-2562442

https://twitter.com/search?q=madita%20fester&src=typed_query

zu Claudia Grönefeld

https://www.wn.de/muenster/stadtteile/wolbeck/altes-team-neue-energie-bei-den-liberalen-2930736

Die Podiumsdiskussion wurde von einem Sozialwissenschafts-Grundkurs der Q1 für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler organisiert. Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern, insbesondere jenen, die über 16 Jahre alt sind, die Positionen und Argumente der verschiedenen Parteien, die sich für die Europawahl 2024 aufgestellt haben, vorzustellen und sie zur Teilnahme an der Wahl zu motivieren. Die meisten Schülerinnen und Schüler der Q1 werden im Juni zum ersten Mal wählen gehen.