Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt gut angenommen in Wolbeck

Evangelische Gemeinde Wolbeck präsentierte „Institutionelles Schutzkonzept“

Münster-Wolbeck (agh). Die evangelische Kirchengemeinde Wolbeck besprach am Sonntag das neue Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt: „Ermutigen, Begleiten und Schützen“. Darauf beschränkte sich das Gespräch im Gemeindetreffen aber nicht.

Reihum stellten die an der Erarbeitung Beteiligten Ziel und Inhalt vor, Sören Zeine, Dr. Anneliese Bieber-Wallmann, Henriette Leißing und Pfarrer Dr. Christian Plate. Außerdem war Gabriele Budzinski als ehemalige Lehrerin beteiligt am Schutzkonzept. Basis waren Schulungen und „ziemlich viele Sitzungen“, so Leißing.

Im Untertitel ist der Umfang abgesteckt: „Maßnahmen zur Prävention von Gewalt und Intervention bei sexualisierter Gewalt“. Die Broschüre mit 24 Seiten liegt gedruckt vor und kann heruntergeladen werden. In St. Nikolaus gibt es ein „Institutionelles Schutzkonzept“ (ISK) seit 2019. Im Kirchenkreis Münster sei die Wolbecker evangelische Gemeinde eine der ersten, so Plate. Die Evangelische Landeskirche von Westfalen hatte 2022 die Gemeinden dazu verpflichtet.

Dabei geht es um „Kinder, Ju­gendliche und Schutzbefohlene“, damit auch um Ältere. „Schön, dass ihr so zahlreich dabei sein“, sagte der Jugendreferent Sören Zeine vor 18 Teilnehmern, es gehe um Aufmerksamkeit. Er schilderte die Vielfalt in der Jugendarbeit. „Wir haben total viele tolle Gruppen in der Gemeinde, von den ganz Kleinen im Mini-Gottesdienst, von den Kindern, die hier jede Woche unterwegs sind, und das nicht zu knapp, die Konfirmanden, wir haben eine relativ lebendige Gemeinde. Wenn man von Montag bis freitags hinguckt, ist jeden Tag irgendwo Action.“ Etwa 80 Kinder seien in festen Gruppen dabei. In Kürze starten die Vorbereitung für das Krippenspiel.

Die Prävention beginne damit, dass jedem signalisiert wird, dass in der Gemeinde aufmerksam hingeschaut werde, betonte Bieber-Wallmann. Ausdruck findet das u.a. in der Pflicht, ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorzulegen. Auch muss jeder, der tätig werden will, einen Verhaltenskodex unterschreiben. Räume auch außerhalb der Gemeinde müssen bestimmen Anforderungen nach Sichtbarkeit und Zugang genügen, Sprache, Kleidung und Geschenke nicht unangemessen. Man versuche in den Regeln, „Nähe und Distanz in ein gutes Verhältnis“ zu bringen. „Keiner darf dir Angst machen!“ Für die Aktiven der Gruppen sei vieles ohnehin selbstverständlich, sagte Zeine.

Der Notfallplan sieht zwar komplex aus, gibt aber für die verschiedenen Situationen Aktion und Abfolge an. Einbezogen sind auch Externe, vom Kinderschutzbund bis zur Kreispolizei.

Wie viele andere begrüßte Gerhard Canstein das Schutzkonzept. Es gebe einen Vorteil gegenüber dem der katholischen Nachbargemeinde, „was mir da fehlt, ist, dass man sich nicht an die Öffentlichkeit wendet, nicht an die Polizei wendet, das soll alles innerhalb der Kirche sein.“

Ein Effekt des Gesprächs: Ein Blick auf die Breite der Aktionen in der Gemeinde. Davon bekomme man vieles nicht mit, bedauerte eine Frau. Zeine stellte in Aussicht, dass beim Neujahrsempfang auch die Jugendlichen aus der Jungschar der CVJM präsent sein könnten.

() Auch Henriette Leißing war beteiligt am Erarbeiten des Schutzkonzepts. Foto: anh.


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