Nikolaus-Umzug zog Hunderte zum Achatius-Haus

Münster-Wolbeck. „Da hinten kommen ja noch mehr!“, ruft ein Junge auf der Brücke über den Piepenbach. Vom Kopf des Nikolausumzugs, der schon fast am Ziel Achatius-Haus angekommen ist, sieht man eine lange Laternen-Kette, die noch bis zur Gruetporte reicht. Es könnte ein Rekord sein, meint auch Pfarrer Dr. Siegfried Kleymann, der ein Nikolaus-Lied nach dem anderen anstimmt.

Schon in der Kirche von St. Nikolaus schienen die Kindern schon fast ohne Eltern die ganze Kirche fast ausfüllen zu können. Kinder-Bischof ist Linda Toroxel. Im prachtvollen roten Mantel und mit dem großen Bischofs-Hut zieht die Fünfjährige aus der Kirche, wo schon Heinz Mittmann mit dem Pony-Schimmel wartet. Etwas nervös ist Viola, viele Kindern und Eltern laufen um sie herum, es blitzt aus vielen Foto-Apparaten. Aber Mittmann hat das Pony im Griff. Ganz ungerührt sitzt der Kinder-Bischof mit Bischofsstab zu Pferde, mit vielen Laternen geht es  herum um die  Kirche und durch die Gruetporte auf die andere Seite der Angel.

Kleymann stoppt den Zug; viele kommen bei Violas kräftigem Schritt nicht mit. „Ein Pferd hat keinen ersten Gang“, meint Mittmann. Bei einer zweiten Aufhol-Pause erzählt eine Fünfjährige, was es mit dem Nikolaus auf sich hat: „Bei uns im Kindergarten war er und hat uns die Strümpfe weggeklaut“, berichtet sie. Aber sie weiß warum: „Im letzten Jahr haben wir von ihm Geschenke gekriegt.“ Sie will auch ihre Schuhe noch vor die Tür stellen, kündigt sie an. Was der 7-jährige Bruder, an dessen Hand sie geht, zum Thema Existenz des Nikolaus zu sagen hat, das zählt für sie nicht: „Heute Nacht ist der Nikolaus unterwegs, und nicht die Linda.“

Am Achatius-Haus wird gesungen, das Personal steht mit Glühwein und Kinder-Punsch bereit, schnell sind die „Vögelchen“ vergriffen. Noch eine ganze Zeit verweilen viele Kinder und Eltern im warmen Achatius-Haus, während draußen der Regen eingesetzt hat.

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