Nikolaus-Umzug in St. Nikolaus in Wolbeck

Mit Kinderbischöfin und Geschichte zum Wirken des Heiligen und Pfarrpatrons Nikolaus von Myra

Münster-Wolbeck. Regen Zuspruch bei Jung und Alt fand am Donnerstag die diesmal anders gestaltete Nikolausfeier in der Gemeinde Sankt Nikolaus Münster in Wolbeck. In der Dämmerung strömen Eltern und Kinder zu Fuß oder im Kindereinzel- oder -doppelwagen auf den Rasen hinter dem Pfarrheim. Strahler beleuchten den Balkon, den ein rotes Tuch schmückt – in der Farbe eines Bischofs. Da kommt auch schon die Kinderbischöfin Liliana.

„Heute denken wir an einen Menschen, den wir nicht vergessen können – sagt mir noch mal wie der heißt“, bittet Pastoralreferent Thomas Husmann: „Nikolaus“ schallt es aus sicher hundert Kehlen. „Wir denken an ihn, weil er ein weites Herz für die Menschen hatte. Weil er mit dem Menschen gelebt hat, sie verstanden hat, mit ihren Sorgen, mit ihren Freuden. Immer war er für die Menschen da.“ Wie Bischof Nikolaus half, erzählt eine Geschichte, von einigen Kinder mit Stab-Puppen begleitet.

„Nach einer alten Tradition“ habe der Kindergarten Sankt Nikolaus wieder einen Kinderbischof gewählt, „ja, das ist etwas Neues in der Kirche, wunderbar“ ich.  „Liliana, unsere Kinderbischöfin ist da, und zum Glück hat sie ihre Hilfs-Bischöfe mitgebracht.“ Frieda, Anna, Eva und Juliana.

„Dann stell ich den Teller auf, Nikolaus liegt gewiss was drauf“. Aber erst einmal machen Kinder und Eltern etwas für den Nikolaus, sie machen ihm Musik.

Dann geht es auf zum Achatius-Haus auf die andere Seite der Angel, die Kinderbischöfin zieht voran ins Dunkel, über die Brücke. Die Musiker bleiben noch – ihr Gesang wird gleich wieder zu hören sein, während der Umzug über den Angel-Seitenweg zieht, sich dem Achatius-Haus nähert.

Vor dem Verteilen der „Wolbecker Vögelchen“ gab es noch etwas Besonderes für die Bewohner des Achatius-Hauses: die Kinderbischöfin geht zu ihnen, gemeinsam mit ihren Begleiterinnen, winkend drehen sie eine Runde durch das Foyer und eine durch den ebenso vollen Saal des Altenheims. Auch dort gab es Musik, vom Akkordeon.

Dann geht es wieder nach draußen, wo schon die beiden Gitarristen, mitsamt Lautsprechern vom Pfarrheim herbeigeeilt, auf den nächsten großen Akt sich vorbereiten: Es geht an das Verteilen der „Vögelchen“.

Nachtrag: Am Sonntag ist die Kinderbischöfin wieder unterwegs; sie eröffnet den Nikolaus-Markt. Die Leiterin des Kindergartens St. Nikolaus, Mechtild Lödding, berichtet, es sei bei den Eltern gut angekommen, den ersten Teil im Pfarrgarten zu gestalten. Früher fand er in der Kirche statt – mit großem Gedränge wegen der vielen Kinderwagen und häufigen Problemen mit der Lautsprecheranlage.

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