Stabwechsel beim Löschzug Wolbeck Menschen und Gerät im Umbruch: Julius Karrengarn Erster in neuer Unterstützungsabteilung

Stabwechsel beim Löschzug Wolbeck Menschen und Gerät im Umbruch: Julius Karrengarn Erster in neuer Unterstützungsabteilung
Ein Zeichen des Miteinander: Wehrleute und Gäste der Fahrzeug-Segnung reichen sich die Hände beim Gebet. Foto: A. Hasenkamp

Zuletzt aktualisiert 3. November 2017 (zuerst 1. November 2017).

Münster-Wolbeck. Drei Personalien und ein technischer Einschnitt: Das zog am Nachmittag von Allerseelen nicht nur die aktiven Feuerwehrleute des Löschzugs Wolbeck der Freiwilligen Feuerwehr: Die Ehrenabteilung des Löschzugs mit Damen war zahlreich vertreten, Familienangehörige und Bekannte mit Kindern.

„Unterstützungsabteilung“: Julius Karrengarn als erster Zugang

Personalie Nummer 1: Julius Karrengarn wechselt aus dem aktiven Feuerwehrdienst in die „Unterstützungsabteilung“. Die ist eine Neuerung in der Feuerwehr, eingeführt 2017. Wer nicht in der Feuerwehr ist, aber etwa einen Löschzugführer von Schreibarbeit entlasten kann und will, kann das über die Unterstützungsabteilung tun. Viele unterschiedliche Felder bieten sich an. Karrengarn etwa versteht sich aufs Kochen. Im aktiven Dienst war er auch stellvertretender Löschzugführer. Da er noch einige Jahre bis zum 60. Geburtstag hat und damit zu jung ist für die Ehrenabteilung, wäre er früher zur „Karteileiche“ geworden. Nun ist er der erste in der Unterstützungsabteilung, seinen Einsatzhelm überreichte ihm Löschzugführer Antonius Markfort als Andenken.

Neuer Verbindungsbeamter zur Berufsfeuerwehr Münster

Einen Wechsel gab es im Amt des Verbindungsbeamten zwischen Berufsfeuerwehr Münster und dem Löschzug: Rolf Kenter reichte die Aufgabe nach 18 Jahren weiter an Stefan Linnarz. Ihn hatte Kenter selbst ausgeguckt und eine Weile auf diese Option angesprochen. Linnarz sagte Ja. Verbindungen nach Wolbeck habe er bislang nicht, sagte Linnarz, aber als Junge vom Lande kenne er sich mit Schweineställen aus. Die hat Wolbeck freilich nicht mehr in großer Zahl zu bieten, was für Lacher sorgte. Das war anders, als Wolbeck 1975 eingemeindet wurde und der Löschzug der Gemeinde einen ganz anderen Chef in Münster bekam. Man musste erst zusammenfinden – wohl auf diese Zeit bezog sich Kenters Wort von den „Galliern“ in Wolbeck. Inzwischen allerdings seien sie pflegeleicht. Kenter wird nicht das letzte Mal bei einer Feier des Wolbecker Löschzugs gewesen sein, deutete sich an. „Du musst wiederkommen, um es einlösen zu können“, sagte Markfort beim Überreichen eines Geschenks an Kenter.
Ein beachtliches Dienstalter wies ein Fahrzeug auf, das nun durch ein modernes Fahrzeug für den Katastrophenschutz ausgewechselt wurde. Das freute nicht nur die Kinder, die sich hinter dem Lenkrad und im Mannschaftsraum umsahen und eine Spritztour mitmachen konnten. Das alte Fahrzeug freilich freute sich weniger und nahm es übel: Am Tag seines Abschieds von Wolbeck, so berichtete Markfort, versagte der Motor das Anspringen.
Von diversen Pumpen bis zur Motorsäge und leistungsstarker Lichtanlage reicht die Ausstattung des neuen Fahrzeugs, da stehen Schulungen an. Eine „Schulung“ gab es nach der Segnung von Fahrzeug und Wehr („Wir segnen kein Blech“) mit Diakon Johannes Gröger für alle: Das Lied „Hurra, freiwillige Feuerwehr“ ist nur den Älteren geläufig, nun sangen es alle.

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