Münsteraner Preisträger von „Jugend musiziert“ spielen im vollen Rathaus-Saal

Münster. Überraschende Klänge erlebten am Sonntag die Gäste im vollen  Festsaal des Rathauses: Dort fand das Konzert der Münsteraner Preisträger des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ statt. Hier werde er immer wieder überrascht, sagte gegenüber den WN Professor Ulrich Rademacher, seit 25 Jahren im Regionalausschuss des Wettbewerbs. Die Musiklehrer würden doch andere Musik ausgraben als jene „in meiner Jugend“.

Hohes Niveau und etliche Überraschungen bei "Jugend musiziert" in Münster

Da dachte er vielleicht an „Das große Lalula“ von Agnes Dorwarth, vorgetragen mit Blockflöten, Stimmen und Rochieren von Ava Hoffmann, Laura Mertens, Ronja Vollmari und Natalja Wilmer.  Oder an Felix Zhang, der von Boy David Mackenroth am Flügel begleitet die „Arie des Amahl“ von Gian Carlo Menotti sang. Das Violinen-Trio Caspar Diehler, Johanne Jansen und Jin Yoon ließ ein Stück von besonderem Ausdruck und Bildkraft hören, eine Träumerei und einen Säbeltanz von Henk Badings. Als wohl Jüngster – die Altersgruppe Ia vereint die Kinder im Alter von sechs bis sieben Jahren – ließ Kai Breker die „Buzzing Bee“ von Mark Nevin summen – mit weiten Läufen und rasantem Flügelschlag.

Auch die anderen Darbietungen zeugten vom hohen musikalischen Niveau:  Drei Posaunen und ein Euphonium –  dessen Schalloch eine wohlverdiente Rose  aufnehmen durfte – spielten Susato und Jean-François Michel, ihrem rasanten Vortrag folgte als Kontrast ein Lento sostenuto aus dem Werk Chopins, fein gespielt von Joanna Sielicka. Armand Vanderhagens Dup op. 17/1 meisterten Tabitha Hakenes und Malina Heitkamp, Monika Harder und Laurenz Weining eine Polacca aus Dauvernés Douze Duos. Und Rebecca Prystaj zeigte im „Haiku for the Harp“, dass man auch dem Korpus einer Harfe durch Schlagen Töne entlocken kann – oder sie von vorn spielen spielbar ist.

Zwei Musiker-Paare fahren mit ersten Preisen in der Tasche zum Landeswettbewerb nach Essen vom 21. bis 25. März: John Henrik Mackenroth und Sebastian Pietsch mit ihren Celli sowie Jonathan Debus und Julius Schepansky mit Tormpete und Akkordeon. Sie boten den Gästen ein Stück „Neue Musik“, Christopher Brakels „Zeitlöcher“.  Die Urkunden überreichte Bürgermeisterin Karin Reismann, den Sonderpreis des Deutschen Tonkünstlerverbandes Andreas Küper-Wohlers.

Foto-Strecken zu Musik in Münster 

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