Kunst trifft Wolbeck: Erfahrungen aus Kinderhaus könnten hilfreich sein

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Zuletzt aktualisiert 15. April 2016 (zuerst 1. September 2008).

Münster-Wolbeck. Viele Menschen aus Münsters Südosten könnten bald mit anderen Fragen durch Kinderhauser Kleingärten  gehen, als die Organisatoren von „Kunst trifft Kohl“ es beabsichtigt hatten.

Das ergab sich bei einer Podiumsdiskussion am Samstag im Wolbeck Kreativzentrum zum Kinderhauser Projekt. „Kunst trifft Kohl“ präsentiert noch bis Ende September 2008 Skulpturen von Künstlern aus Münster und NRW in Kleingärten: Münsterblick und Inselviertel, Am Bergbusch und Heidegrund. Ein Kontrast, der Absicht war und spannende Begegnungen schuf. Davon erzählten Organisatoren und Künstler. Eine der Absichten von Werner Rave vom Kinderhauser Bürgerhaus und der Kunsthistorikerin Dr. Annette Georgi war es, das Image des Stadtteils anzureichern.

Die Künstler Andreas Laugesen aus Horstmar und Bodo Treichler aus  Münster sowie Angela Hoebink und Gerhard Mennemann aus Wolbeck und Angelmodde berichteten von viel Offenheit der Gartenbesitzer. Eine weitere Einsicht: Das Projekt brachte auch die Gärtner untereinander ins  Gespräch. Nur wenn es um das liebe Geld geht, das ein Kunstwerk kostet, gibt es öfters Probleme mit der Wertschätzung, bestätigten Laugesen und Mennemann.

Dann brachte Willi Schriek Wolbeck ins Spiel. Er und Thomas Lutterbeck, Vorsitzender des Gewerbevereins, wollen hier eine Skulpuren-Ausstellung organisieren – nicht in Gärten, sondern im öffentlichen Raum. Was sind geeignete Ort, unter welchen Voraussetzungen würden Künstler wie Mennemann oder Treichler sich beteiligen? Was stellt sich an rechtlichen und finanziellen Fragen und wie wird man den Anliegen der Künstler gerecht? Die kleine Runde mit Gästen aus Gremmendorf und Wolbeck, darunter Ingrid Brock-Gerhardt, Leiterin der Kultur AG des Bürgerforums, konnte von den  guten Kinderhauser Erfahrungen profitieren und Kontakte knüpfen. Womit der von den Kinderhausern erhoffte Image-Gewinn schon ein Stück Realität wurde. Dass Rave auch Beauftrager für Stadtteilkultur ist, wird ebenfalls nicht schaden.

Die Broschüre zum Skulpturenpfad ist auch im Kreativzentrum Punkt an der Münsterstraße zu bekommen. In Wolbeck startet zunächst Mitte Oktober eine Ausstellung von Malerei in Schaufenstern (WN vom 22. August).