Kulturwiesen-Auftakt mit Improvisation, Oper und Kabarett

Kulturwiesen-Auftakt mit Improvisation, Oper und Kabarett
Das Publikum lieferte gern Ideen und die Fünf von Impro 005 begeisterten mit ihren Geschichten zum Auftakt der "Kulturwiesen" 2021. Foto: anh.

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Münster/Everswinkel. Einmal Theater-Impro, einmal Oper, dann zweimal ausverkauftes „Storno“: Die Kulturwiesen 2021 starteten am Wochenende.

Spannung und Witz mit „Impro 005“

Den Auftakt der sich bis in den September jedes Wochenende anbietenden Veranstaltungen, inklusive einer spontanen Benefiz-Show am 19.8., machte am Freitag das Improvisationstheater Impro 005. Die Gäste hatten bei dem Quintett, das 2020 schon mit von der Partie war, sicher mit vielem gerechnet. Mit der Auswahl eines Wellen-Georg, auch weiteren jederzeit möglichen Anstößen aus dem Publikum – „Mir ist kalt!“ -, mit den kleinen Interviews mit Gästen, wo die Improvisations-Künstler die Ideen frisch vom Feld ernten.

Diesmal aber drehte sich eine der Geschichten um die hier ansässige „Fleischoase“ – den Vorschlag aus dem Publikum münzten die fünf um in ein Hofnachfolge-und-Ponyhof-Träume-Drama: Das war packend und witzig, mit Irmhild Willenbrink und Marcus Loebe-Keuter in den Hauptrollen. Dass man nicht nur mit Wortwitz punkten kann, zeigte die eine Geschichte begleitende Gebärdendolmetscherei frei Schnauze von Jürgen Werner: ganz großes Kino. Staunen und genießen konnte man über des Keyboarders blitzschnell gefundene Musik-Begleitung: eine großartige Leistung von Marcus Fischer.

Konzept erweitert

Dass während der ersten Veranstaltungsserie 2020 das Publikum anwuchs, ließ das Veranstaltungsteam Mut fassen nicht nur zum Weitermachen, sondern zum Erweitern. Und seit dem 12. Mai wisse man, das man bis zu 500 Besucher empfangen dürfe, so Thomas Deipenbrock vom Veranstalter-Team. Beim Auftakt zur Serie 2021 waren es über 440 Gäste. Das Team hat noch mehr verändert. Bei den Getränken hat man sich an der Nachfrage orientiert und das Angebot vereinfacht. Für die vorderen Reihen stehen neben den Stühlen Kisten zum Abstellen der Getränke, nebst Kerzen im Glas für mehr Stimmung in der Dunkelheit – das kam sehr gut an. Beim Essensangebot hat man noch eins draufgelegt. Und nicht alles hat hier, so nahe an der „Fleischoase“, Fleisch.

Wer sich den Kulturwiesen nähert, hat früher einen Blick auf Überdachung in und Bühne – dazu hat man alles auf der Wiese links der Straße gelegt. Die Technik ist die vom letzten Jahr – die Techniker haben jetzt direkten Blick auf die Bühne.

Für Opern-Profis auch mit Konzertflügel: „Una festa italiana“ mit Lo Medico & Co.

Nach dem Motto, „Wenn, dann richtig!“, handelt das Team auch beim ersten Auftritt von Opernsängern auf den Kulturwiesen: Makiko Tanaka und Sebastiano Lo Medico kamen zu etwa 370 Gästen mit einem kleinen Orchester mit Geige, Cello und einem richtigen Flügel, es spielten Ruolin Sun, Yujing Li und Tomoka Ohki. Das Repertoire reichte von Puccini bis Celentano.