Gärten und Parks ein Spiegel des Menschen

Gärten und Parks ein Spiegel des Menschen
Fundgrube für Sozialhistorisches: der Vortrag über "Gärten und Parks im Münsterland" von Hans-Peter Boer bei der AWO in Wolbeck. Foto: A. Hasenkamp.

Münster-Wolbeck. Grünanlagen ohne Fußball waren Thema des Lichtbild-Vortrags von Hans-Peter Boer beim Ortsverein Wolbeck der AWO am Tag der Weltmeisterschafts-Eröffnung. „Gärten und Parks im Münsterland“ erwies sich bei Boer als Fundgrube für Sozialhistorisches. Warum es in einigen Gegenden bei Arbeitern keinen ohne Nutzgärten gab, in wessen Gärten stattdessen Lauben standen; dass bis ins 20. Jahrhundert die Ernte eines Lehrer-Gartens ein Teil von dessen Bezahlung war, nur zum Beispiel. Ebenso der Wandel in der Achtung vor Lebensmitteln: Ein nicht abgeerntetes Feld zu betreten war unvorstellbar – den „du zertrittst jemandes Brot“. Und dann war da noch die Revolution durch den Anbau der Kartoffeln durch zehntpflichtige Bauern: Dem Adel stand nur der Zehnt von jenen Früchten zu, die oberhalb der Erde wachsen.
Gärten seien „ein Spiegel des Menschen“, so Boer, auch der intime Privatgarten und der repräsentative Park. Boer ist Autor, Pädagoge und Heimatkundler.
Eigentlich vorgesehen war das Thema „Kirchen, Klöster, Kapellen im Münsterland“. Das scheiterte aus technischen Gründen – aber Boer fand mit Gastgeberin Marlene Benter-Camen einen Ersatztermin am 14.3.2019.

Die nächste „Reise“ führt am 21.6.2018 im AWO-Treff in der Neustraße nach „Albanien, durch das Land der Skipetaren“. Franz-Josef Thiry, Pädagoge und Mitglied des AWO-Kreisverbandes berichtet in seinem Bildervortrag von einer Reise durch den Süden und Osten des Landes, sowie Bildern aus der Hauptstadt Tirana und der Küstenstädte Durres und Vlore.

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