Bocknacht-Experiment geglückt – zufriedene Männer rocken ab

Erste Bocknacht der KG ZiBoMo - Fotografische Eindrücke im Wolbecker Zelt. Fotos: A. Hasenkamp.

Neues Format der ZiBoMo gut angenommen

Münster-Wolbeck. Wenn sich Wolbeck auf Ziegenbock reimt, dann alle Mal Bock auf Rock: Bock auf eine ganze Nacht mit Rock, aber ohne Röcke, sollte die „Bocknacht“ aka Herrensitzung machen – das jüngste in der Reihe von Experimenten der größten Karnevalsgesellschaft Münsters.

Rock gab es eine Menge, erst von Jungs dann von einem Mädchen, das war schon mal eine klare Linie zum Start: „Rock meets Karneval!“ dazu Party-Schlager und viel Karnevalstanz, von Wolbecker Eigengewächsen, münsterischen Amazonen und von Rheinländern.

Damit dennoch Sitte und Anstand gewahrt blieben, war ein ganzer Tisch mit Mönchen besetzt, ein weiterer mit Kardinälen, vereinzelt waren perspektivische Gäste der Wolbecker JVA erschienen, ein Angel-Kapitän, Bölkstoff-Bengels und Blues Brothers, einer mit Nähzeug am Hut.

Die Band Cherry-T kann nicht sofort, denn eine Horde Blondinen mit sehr, sehr üppiger Haarpracht hatte sich ihrer Instrumente bemächtigt. Beide mit Rock, und der riss mit. „Das ist ja Wahnsinn, wie die hier loslegen“, sagt ein Gardist der KG Turmuhlen, „wenn die das so durchhalten …“ Ganz ähnlich sah das Jugendhippenmajor Jonas, der mit Klaus III Bühne und Saal eroberte, mit den Adjutanten Michael Breuer und Olaf Schulte, kurz verstärkt – als schöne, umjubelte Erinnerung, mit dem Team von Dirk I.

So war die Stimmung schon bestens unter den offiziell 366 Gästen der ersten Bocknacht beim 66. Jubiläum der KG ZiBoMo, und das bei einem vom Alter her breit aufgestellten Publikum. Zu einem eisigen Thema zeigte das 1. Münstersche Amazonen-Tanscorps einen Showtanz – aber auch der heizte weiter auf: „Zugabe!“

Da hinein stieß Rockröhre Susan Kent, und ihre Rock Classics kamen gut an – sie bekam auch Besuch auf der Bühne, „draußen vor der großen Stadt“. Dann wurde es erst einmal karnevalistisch bunt und akrobatisch, mit Gelegenheiten zum Mitsingen. Das Tanzcorps Rot-Weiss Bechem wirbelte, ließ viele Damen fliegen, aber auch einen Mann, der, befreit von seiner Ordenslast, zu schweben schien: Klaus III.

Der Prinz der Stadt Münster kam mit allen drei Adjutanten zur Bocknach der ZiBoMo zu seinen lieben Bekannten (und: er blieb), dann riss der Showtanz von Blau Gelb zu weiteren Zugabe-Rufen mit. Auf das heimatliche Wolbeck hatte schon Cherry-T ein Lied angestimmt („… und ich bin stolz darauf, ein Teil von Wir zu sein“), Klaus III auch – die Menge sang auch mit, als der Stadtprinz Münster besang. In das ausgelassene Miteinander stieß „goldene Engel des Party-Schlagers“, Jennifer Sturm – und die ging immer wieder aufs Neue zu den Männern, mit hinein auch in die Polonaisen – ein Kracher zum Finale. Die Erwartungen der Premieren-Gäste, sie wurden wohl zum größten Teil erfüllt: Buntes Programm, sich überraschen lassen, nur das Beste, Stimmung, „viele hübsche Frauen die schön tanzen“. Experiment gelungen.

Am nächsten Abend wartete die Zickensitzung aka Damensitzung der KG ZiBoMo.

 

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