„Noise!Start“ geglückt

„Noise!Start“ geglückt
Auftritt der "Jenny and the Steady Go's" mit Rock'n Roll auf der Bühne von Noise!Start. Foto: A. Hasenkamp.

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Zuletzt aktualisiert 20. September 2021 (zuerst 18. September 2021).

Festival im Schlossgarten gut angenommen

Münster (agh). Endlich wieder ein Festival: Im Schlossgarten vereinte „Noise!Start“ am Samstag 20 Gruppen münsterischer Provenienz, von Weltmusik für Kinder mit Karibuni am Mittag bis Jazz gegen Mitternacht. Dazwischen konnten ausdauernde Gäste etwa halbstündlich Standort oder Blickrichtung wechseln: Dem Pavillon stand 70 Meter entfernt eine zusätzliche Bühne gegenüber, der Trick für schnelle Wechsel der Musiker. Abwechslung gab es reichlich, ihr Sinnbild war „Krama“. So heißt die Gruppe, die mit Trommeln und Marimbaphon Neue Musik spielte, und „Krama“, griechisch, heißt Vielfalt. Gegenüber baute das „Phil Seeboth Trio“ für Southern Blues Rock auf. Seeboth freut sich über das größere Publikum – für ihn waren zuletzt kleine Solo- und Duo-Auftritt normal, mit eher 50 bis maximal 80 Gästen. Das Publikum, vielleicht 200 am späten Nachmittag, es wird noch deutlich anwachsen im Laufe des Abends. Insgesamt werden es 700. Gegen 22 Uhr ist Organisator Helmut Buntjer „ziemlich fertig“, aber zufrieden: Die Kalkulation sei übertroffen, die erlaubte Maximalzahl an Gästen hätte ihm Kopfschmerzen bereitet.

Im Publikum sind weitere Musiker aus Münster, die selbst nicht auftreten, hat ein gut gelauntes Ehepaar beobachtet. Applaus gibt es reichlich, nicht nur für die Musiker – auch für Organisator Helmut Buntjer und für die Dame an den Toiletten.

Die Idee für Noise!Start gehe auf den Februar 2021 zurück, sagt Helmut Buntjer. Die Unterstützung sei stark und breit gewesen, durch WWU und Stadt, Kulturamt und Bundesstiftung für Kultur. Die Förderung des „Kultursommers“ habe das Festival finanziell erst möglich gemacht. Mit den Helfern habe man einen guten Griff getan, sagt er zufrieden. Lob gab es auch vom Gitarristen Frank Konrad, der gleich zweimal auftrat und sich fertig machte für den Auftritt der „Jazzpoeten“ mit Chansons mit deutschen Texten. Der Wechsel der Gruppen klappe sehr gut, so auch der Zeitplan: Die Zurufe „Zugabe!“ muss man eben schätzen, aber ignorieren. Man habe immer Hilfe zur Hand, sagt Konrad, nicht nur von den Profis der Technik, sondern auch vom Helfer-Team. Equipment zu tragen gab es reichlich, bis hin zu gewaltigen Marimbaphonen.

Ob das Festival 2022 wiederholt werde, sei er mehrfach gefragt worden, sagt Buntjer. Er fände das „super“, man müsse es dann finanziell wohl auf andere Beine stellen.

Fotos von Noise!Start 2021 in Münster im Schlossgarten