Sechstes 2×2-Forum European Outsider Art öffnet im Kunsthaus Kannen

Blick in den Saal des Kunsthaus Kannen in Amelsbüren. Foto: A. Hasenkamp.

Zuletzt aktualisiert 15. Oktober 2020..

Münster-Amelsbüren. Im Kunsthaus Kannen eröffnete am Donnerstag eine internationale Kunstmesse für Außenseiterkunst, das „2×2 Forum“. „So international wie noch nie“ – denn wenngleich schon häufig Gäste etwa aus Europa mitmachten, sind diesmal Kunstwerke der Outsider Art aus Havanna und aus Südkorea zu sehen. Der eigentliche Name lautet „2×2 Forum  for European Outsider Art“.

Alle zeigen auf jeweils 2 mal 2 Quadratmetern, auch bei der sechsten Auflage der 2009 gestarteten Formats. Das „2×2 Forum  for European Outsider Art“ führt alle zwei Jahre Ateliers, Galerien und Künstler zusammen, um Kunst von Menschen geistiger oder psychischer Behinderung zu zeigen. Malerei ist dabei, Zeichnungen und Plastiken, auch Objektkunst. Mal sind es Alltagsgegenstände, die auf eine einzigartige und künstlerische Ebene gehoben sind – z.B. Handtaschen. Es kann auch gekauft werden.

So nahm Münsters Bürgermeisterin Wendela-Beate Vilhjalmsson einen farbenfrohen Engel mit heim. Nur mit längerem Blick zu erschließen und zu erkunden sind viele der großen Zeichnungen, die, häufig als Serien, Geschichten erzählen.

„2×2 Forum  for European Outsider Art“ finanziert von Alexianer Münster GmbH

Die Veranstaltung wird realisiert mit Mitteln der Alexianer Münster GmbH, des Kulturamt der Stadt Münster und der Aktion Mensch e.V. „Das Konzept funktioniert“, so Stephan Dransfeld, Regionalgeschäftsführer der Alexianer Münster GmbH, „Ohne die Stadt Münster ginge es nicht“, sagte er und hob auch die Aktion Mensch hervor. Bürgermeisterin Wendela-Beate Vilhjalmsson sagte, das Format sei eine auch außereuropäische Plattform für Kunstateliers geworden, über Außenseiterkunst hinaus. Sie biete „neue, unbekannte und unerwartete Perspektiven“.

Aussteller auch aus Korea, Havanna, Magdeburg und Basel

Zu den Ausstellern gehören das Deayami-Studio aus Korea, das Art Brut Project Havanna, der Kunstverein Zinnober aus Magdeburg und das Bürgerspital Basel.
„Es wird ein reger Austausch werden“, hoffte Leiterin des Kunsthaus Kannen, Lisa Inckmann. Die Messe läuft bis Sonntag. Einer der Vorträge reflektiert „Außenseiterkunst im Kontext der Kunst“, ein anderer Art Brut und Outsider Art in Kuba, ein weiterer die Entwicklung der Betrachtung und Präsentation von Außenseiterkunst im Kunstbereich und somit eine Facette von Inklusion. Zum Programm gehören auch Führungen bei den Alexianern.

Die Vernissage des „2×2 Forum  for European Outsider Art“ eröffnete die Musikpädagogin Silke Büscherhoff am Xylophon.

Bitte gib der Seite ein