Angelmodde

Heimatfreunde Angelmodde mit Programm für 2018 Gast-Referent Karl Hagemann berichtet über Goethe bei der Gräfin Gallitzin

15 Nov , 2017  

Münster-Angelmodde. Wenn es nicht so kalt und nass gewesen wäre, hätte die Gräfin Gallitzin ihn anno 1800 wohl auch nach Angelmodde geleitet, den Dichterfürsten aus Weimar Johann Wolfgang Goethe. So vermutete es Karl Hagemann, der zum Auftakt der Mitgliederversammlung der Heimatfreunde Angelmodde am Mittwoch aus seinem Buch „‘In diesem frommen sittlichen Kreise‘: Goethe in Münster“ referierte. 32 Mitglieder waren im Restaurant Strandhof erschienen.

Goethe hatte Probleme mit der Unterkunft im von Emigranten überfüllten Münster, die Heimatfreunde besorgt ihr Gartenhaus, das Inventar aus dem Gallitzinhaus beherbergen Muss, Stühle etwa. Das Gartenhaus ist unbenutzbar, die untere Balkenlage verrottet. Abhilfe schaffen Handwerker in den nächsten Wochen, ein Zuschuss der Bezirksvertretung und eine Spende der Stadtsparkasse machen es möglich. „Überraschend gut besucht“ sah sich mit 50 Besuchern die Vernissage mit ausgewählten Werken von Angelmodder Künstlern, so Hein Götting. Solchen Werken, die im Besitz der Heimatfreunde sind. Die Ausstellung, bis Anfang Februar zu sehen, sei auch ein Dankeschön an die Stifter. Die Ausstellungsserie von Ursula Dillmann läuft weiter, sie lässt aber im April und Juli eine Pause, um anderes zeigen zu können. Die Nachfrage von Künstlerseite nach den Räumen an der Angel sei „nach wie vor sehr groß“. Drei solcher Ausstellungen werde es 2018 geben. Einen selbstgefertigten Flyer teilte sie bei der Versammlung aus; er ist auch im Gallitzinhaus erhältlich.
Eine Radtour zu den Höfen Angelmoddes war im August dem Regen zum Opfer gefallen; sie soll nun am 15. Juni stattfinden, geleitet von Dieter Fischer. Am Tag des offenen Denkmals habe man sich 2017 nicht beteiligt – für das Thema „Macht und Pracht“ gebe Angelmodde-Dorf „wenig her“, so der erste Vorsitzende Engelbert Honkomp: Die Kirche St. Agatha nicht, denn „in dieser erhabenen Schlichtheit lässt sich nichts an Pracht erkennen“, und die alten Fachwerkhäuser sprächen „eher von Armut“.

Schatzmeisterin Margit Laß berichtete von einer Kasse im Plus, allerdings verbraucht der Unterhalt des Gallitzinhauses die Mitgliedsbeiträge, die Spenden seien derzeit „sehr mau“ und das Verlegen einer der Chroniken koste 2800 bis 3000 Euro. Der Kassenprüfer Bernhard Homann Niehoff dankte dem Vorstand für eine „oft stille Arbeit, die aber unheimlich wichtig für Angelmodde“ sei. Nachwuchs fehle. Neuer Kassenprüfer ist Bernhard Overhageböck.
Im nächsten Jahr bietet der Verein erneute einen Liederabend (19. Januar), pflegt das Plattdeutsche, am 23. Februar gibt es einen Abend für Neubürger, am 13. April erzählt Maria Rebholz plattdeutsche Geschichten, am 4. Mai gibt es eine Führung durch das Gallitzinhaus. Die nächsten Chroniken befassen sich mit Straßen- und Flurnamen, angeregt ist eine Chronik zum Künstlerdorf Angelmodde.

 

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