„Wolbeck läuft“ und Flohmärkte für die Ukraine

„Wolbeck läuft“ und Flohmärkte für die Ukraine
Auch Verkäufe von Büchern und Spielzeug kommen auf das Spendenkonto: Für ein Foto haben sich auf dem Marktplatz Clara Burkötter und Lea Lorenz zusammengetan mit Anne, Klaus und Sophie Kramer.

Gut bestückte Stände, viele Freiwillige im Einsatz für Spenden

Münster-Wolbeck. Zweimal Flohmarkt und noch einiges mehr gab es am Sonntag in Wolbeck, beides zugunsten der Hilfe für die Ukraine.

Am „Haus des Sports“ lief die Abschlussveranstaltung für die Aktionswoche „Wolbeck läuft“ – die   noch weiterläuft, das Spendenkonto bleibt eine Weile offen (TV Wolbeck, Betreff „Wolbeck läuft“, IBAN DE05 4036 1906 2721 6573 01 BIC: GENO DEM1 IBB)). Am Besten käme noch bis Donnerstag etwas an, denn dann soll offiziell Bilanz gezogen werden für die Spendenläufe.  Gelaufen wurde auch am Achatiushaus. Eine von denen, die einen Zettel und einen Umschlag mit Spende in den großen Kasten warf, war Lynn Fiener. Neun Platzrunden kamen bei ihr zusammen, finanziert von neun Sponsoren. Wer zur Abgabe bei der Hauptorganisatorin Angela Möhrt am Haus des Sports auflief, konnte über das Angebot an mehreren Flohmarkt-Ständen staunen. „Mehr Leute als erwartet“ konstatierte Silvia Langer, ein geflügeltes Pferd ging gerade weg, es mache Spaß, neben den Kollegen zu stehen und zu quatschen. „Es war ganz gut was los“, sagt Michaela Frie, die viele Spiele im Angebot hatte. Es waren jetzt „drei Jahre ohne Basar“, da habe sich einiges angesammelt, und es gab genug „Zeit zum Aussortieren“.

Außerdem stand ein Thekenwagen dort, an dem Kinder Getränke und viele Kuchen managten, es gab Kinderschminken und Bratwurst und Brötchen, gesponsert von Bäcker Frede und Metzger Plieth. Stefan Langer, Vorstand des TV Wolbeck, war sehr angetan von der Hilfsbereitschaft für die Aktion. Bei der Stadt, der Volksbank, den Schulen und im Verein sei das hervorragend gelaufen. Alle hätten gern geholfen und viele gefragt, ob er noch weitere Kräfte brauche.

„Voller Erfolg, würde ich sagen“ – „Absolut“, war Daniel Pecniks Antwort auf Bensmanns Einschätzung, und das war gegen halb eins. Bei Pecnik hatten sich 23 für Stände abgemeldet, einige kamen wegen des Wetters nicht oder schlossen im Schneetreiben vorzeitig.

Zufrieden war auch Clara Burkötter, seit 9 Uhr auf dem Platz, unterstützt von Lea Lorenz; Bücher seien gut weggegangen. Ebenso gute Laune hatten Anne, Klaus und Sophie Kramer, bei denen besonders Spielsachen gefragt waren, und Moni Sittler, Patrick Kühn und Tobi Horstmann, er schon vor acht Uhr am Platz, wo Waffeln und Berliner-Ukrainer zur Neige gingen.

Einer, der alle drei Aktions-Orte in Gremmendorf, in Angelmodde im Pfarrheim von St. Bernhard und Wolbeck erlebten, war Bauer Heinrich Schulte-Brömmelkamp. So eine Aktion stärke das Gemeinsamkeits-Bewusstsein. Das Angebot sei besser als bei kommerziellen Flohmärkten, er selbst fand für die Hutablage seines Ford Granada ein Stoff-Schwein. Mit einem Mutter-Tochter-Duo aus Kiew unterhielt er sich auf Russisch.