Münster-Nord: Bedarf für KiTa-Plätze bleibt hoch

Zuletzt aktualisiert 16. Dezember 2016 (zuerst 9. September 2015).

„Blickt man auf die Gesamtzahlen, dann könnte man auf den ersten Blick mit dem Ergebnis im KiTa-Betreuungsbericht für den Bezirk Nord zufrieden sein“, sagt Marc Weßeling, FDP-Mitglied in der Bezirksvertretung Nord. Dennoch bleibe ein „Aber“. Gerade in Kinderhaus, so hat er festgestellt, sei die Versorgungsquote bei den u3-Kindern von 40,1 Prozent in 2014 auf aktuell 35,7 Prozent abgesunken. „Und auch bei den Kindern zwischen drei und sechs Jahren ist die Quote um gut fünf Prozentpunkte auf nun 104,8 Prozent (109,7 % in 2014) gefallen“, wird er im Newsletter der FDP-Münster im September 2015 zitiert.

Unter dem Schnitt bei Kitas: Coerde und Kinderhaus

Bei den Jüngsten liege neben Kinderhaus auch Coerde mit seinen 40 Prozent (40,2 Prozent in 2014) unter dem städtischen Schnitt von 44,4 Prozent. Der Ortsteil Sprakel allerdings biete mit dem 100-Prozent-Angebot für unter Dreijährige und 149,5 Prozent Versorgung für die ü3-Kinder „einen erfreulichen Lichtblick“.

Verwaltung plant Baugebiete mit Kita-Plätzen

Vorsorglich habe die Verwaltung bei den Planungen zukünftiger Baugebiete bereits Bedarf für zwei Gruppen an der Regina-Protmann-Straße sowie für vier weitere in Sprakel angemeldet. „Bis zum Herbst 2016 sollen an der Meerwiese in Coerde und Ende 2016 an der Josef-Beckmann-Straße in Kinderhaus – hier durch einen privaten Bauträger, der zugleich Wohnungen schafft“ – weitere Plätze entstehen“.

Weßeling sagte laut Newsletter der FDP Münster: „Es ist nachvollziehbar, dass das bisherige Tempo der ,Aufholjagd‘ angesichts des Rechtsanspruchs auf Dauer nicht mehr gehalten werden kann. Umso wichtiger, dass die Bedarfe genau analysiert werden und die steigenden Zuzugszahlen für weiteren Aufwind auch bei der Tages- und Großtagespflege sowie bei den betrieblichen Betreuungsmodellen sorgen sollten“. Vor allem das Thema, privaten Bauherrn die Chance zur Erstellung von KiTa-Plätzen zu geben, wolle die FDP auch weiterhin regelmäßig ins Spiel bringen, ergänzt der kinder- und jugendpolitische Sprecher der Ratsfraktion, Dietmar Uhlenbrock.

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