Mit Wolbecker Spenden: Einschulung in der Pope John Paul School in Nigeria

Nach achtmonatiger Bauzeit freut sich der ÖWK St. Nikolaus Wolbeck mit den Schülern der Pope John Paul Junior Secondary School (Papst Johannes Paul– Schule) in dem Dorf Umunagbor, ca. 40 km westlich von Owerri in der Diözese Ahiara über den Beginn des Unterrichts in der neuen Schule. Das teilt der ÖWK am 29.12.2006 mit.

Anfang Dezember konnten 160 Schüler des siebten Jahrgangs in ihre gerade fertig gestellten Klassenräume der durch den ÖWK finanzierten Schule einziehen. Wie das MEDF (Mbaise Educational Development Forum), der nigerianische Partner für die Durchführung des Projektes, berichtete, war die Nachfrage nach Schulplätzen deutlich höher als Kinder aufgenommen werden konnten. Deshalb musste die Aufnahme über ein Testauswahlverfahren entschieden werden.

Schulgebäude wird Ende 2007 fertig

Blick in den Schulraum in NigeriaDie Fertigstellung des zweigeschossigen Schulgebäudes, das 12 Klassenräume für je 40 Kinder umfassen wird, ist für Ende 2007 geplant. Die Schule, die in etwa unserer Hauptschule entspricht, wird dann jeweils vierzügig den Unterricht für die 7., 8. und 9. Jahrgänge aufnehmen. Im Augenblick gehen die Bauarbeiten während des Schulbetriebes weiter.

Der Schulbau im Auftrag der Diözese Ahiara (Nachbardiözese von Umuahia) dient der Verbesserung des Bildungswesens in einer Region, in der besonders den Kindern aus sozial schwachen Familien der Besuch einer weiterführenden Schule aus finanziellen Gründen meistens verwehrt ist. Diese Kinder haben nun die Chance, ein Bildungsniveau zu erreichen, das ihnen bessere berufliche Perspektiven und somit eine besser Zukunft bietet.

Das Einzugsgebiet der Schule umfasst etwa 200 km² mit 17.000 schulpflichtigen Kindern. Die staatlichen Schulen gewährleisten dieses Bildungsniveau nicht, da die Lehrergehälter kaum oder manchmal gar nicht gezahlt werden, was sich natürlich auf die Motivation der Lehrenden auswirkt. Es gibt nur wenige Privatschulen, die jedoch für die meisten Familien zu teuer sind. Die Diözese Ahiara, die Dank der Hilfe aus Deutschland, das lang erwartete Schulbauprojekt in Angriff nehmen konnte, leistet somit einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Bildungschancen in dieser Region.

Dorfbevölkerung beteiligt sich mit Eigenleistung

Das Grundstück wurde von der Kommune zur Verfügung gestellt. Die Dorfbevölkerung beteiligt sich aktiv am Bau in Form von Eigenleistungen, besonders der Rodung des Bauplatzes und der Herstellung der Ziegel.

Die Gesamtausgaben für das Projekt belaufen sich auf über 210.00,00 €. Eine solche Summe konnte vom ÖWK nur mit Hilfe des BMZ, d.h. mit öffentlichen Geldern, und mit Eigenmitteln der Diözese erbracht werden. Der Verein übernimmt 25% der Kosten, (darin enthalten ist der Eigenanteil der Diözese Ahiara) einschließlich der Lehrergehälter, die für 3 Jahre anteilmäßig übernommen werden. Danach werden die Gehälter über ein Schulgeld von ca. 140,00 € pro Jahr und Kind finanziert.

Bistum hilft beim Schulgeld

Wenn das Schulgeld nachweislich durch eine Familie nicht aufgebracht werden kann, verpflichtet sich das Bistum Ahiara, die fehlenden Gelder zu übernehmen.

ÖWK hofft auf Spenden für weitere Pläne

Für die Zukunft ist auch der Bau von Lernwerkstätten geplant. Außerdem wäre der Bau eines Internats sinnvoll, da für viele Schüler in dem großen Einzugsbereich der Schulweg zu weit und in der Regenzeit zu mühselig ist.

Der ÖWK St. Nikolaus hofft auf weitere Spenden, um den Schulbau auch weiterhin unterstützen zu können.

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