Kommentar zur Kandidaten-Kür der CDU Südost zur BV 2014

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Zuletzt aktualisiert 13. November 2020 (zuerst 20. Februar 2014).

Viel Vertrauen ist verloren, manche Beziehung belastet. Nötig war das nicht.

Das Vertrauen: Möcklinghoff sagte unwidersprochen, Bensmann habe ihr gegenüber geäußert, dass „mit mir in der Vergangenheit eine vertrauensvolle Zusammenarbeit nicht möglich war und in Zukunft nicht möglich sein wird“. Ein Ex-Vorsitzender lobt den Kandidaten für integrative Leistungen – sein Wahlergebnis zeichnet ein anderes Bild.

Der in seiner Ortsunion dramatisch unterlegene Kandidat sagt schriftlich mehrfach ab – kandidiert kurzfristig doch, unterstützt vor allem von Vertretern anderer Ortsunionen, nicht aus seiner eigenen. Die dritte der Ortsunionen hält sich etwas zurück: Das müssten die Gremmendorfer unter sich ausmachen, hatte deren Vorsitzender nach der Wahl vom November gesagt.

Die Zusammenarbeit ist erschwert, auch das Finden eines neuen Fraktionsvorsitzenden.

Angeschlagen dürfte das Vertrauen in das strategische und das taktische Geschick exponierter Politiker der CDU aus Südost sein. War diese späte  Kampfkandidatur, von außen gestützt, überhaupt aussichtsreich? Ist man mit einer Fehleinschätzung oder offenen Auges vor die Wand gelaufen? Wie steht die Angelmodder Ortsunion gegenüber den eigenen Mitgliedern da – bei deren Kandidaten-Kür im Januar 2014 war die Causa Bensmann kein Thema.

Womöglich ist dieses Scheitern trotz Eklat und unvermeidlichen Nachwirkungen ein Segen. Denn hätte der Jetzt-Aber-Doch-Wieder-Kandidat gesiegt, welches Engagement hätte dies im Wahlkampf zur Folge gehabt, was hätte es für eine Zusammenarbeit in der BV bedeutet? Zumal Verstimmung und Zwietracht die Chancen von Kandidaten auf den nicht sicheren Listenplätzen beschädigt hätte: Die Enttäuschten hätten gewusst, wem sie es zu verdanken haben.

Zum Schluss: Beim Eklat prallten auch zwei Wege der Kandidaten-Kür aufeinander. Die Ortsunion in Gremmendorf wählte die freie Wahl – die Kampfkandidatur im Bezirk wollte dies aushebeln auf dem älteren, verbreiteten Weg der Liste, bestimmt von Amtsinhabern. Die freie Wahl und die Diskussion im Bezirk deckten Dinge auf, die ohne Demokratie und Diskurs unter der Decke geblieben wären.

Kommentar: Andreas Hasenkamp.