Kfd-Bauarbeiterinnen feierten Altweiber-Fastnacht

Münster-Angelmodde. Mit Bauarbeiter-Helmen auf dem Kopf und Unmengen von Bauschildern an den Wänden der Alten Schule inszenierte die kfd St. Agatha ihre Altweiberfastnacht. Und wäre der Wind draußen nicht so stark gewesen, ein Baustellen-Zelt hätte den Eingang geschmückt.

Wie es bei deutschen Handwerkern einerseits und den emsigeren polnischen Kollegen andererseits so läuft zwischen Siphon-Begutachtungs-Tagewerk und Komplettsanierung mit Küchen-Sauna, erzählte Eva Ossenkopp vergnüglich-bissig von „Oh, oh, oh, das wird teuer“ bis „Brauchen Sie unbedingt eine Rechnung?“. Noch ein Mann bekam seit Fett weg: Wenn Herr Öllermann als DAU (Dümmster Annehmbarer User) alles wörtlich nimmt, hat es den Computer-Kundendienst schwer, zeigten Elke Anuth und Renate Loerwald.

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Ein lentissimo gesungenes „Westfalenland“ spießte, gesättigt mit volkskundlichen Beobachtungen am Rande des Ziegenbocksmontags-Umzugs, die schwerblütige Feier-Energie einiger Westfalen auf. Sind Gottesdienst-Besucher der Kirchenbräuche unkundig, bedarf es eines Einweisungs-Teams: Diesen Vorgriff in die service-orientierte Kirchen-Zukunft leistete das Team der St. Agatha-Stewardess Gerburg Homann-Niehoff: „Katholisch für Anfänger“: Die Einweisung in Gebräuche und Verhalten im Notfall kann schnell die Länge einer Predigt überschreiten.

Nach der Buffet-Pause sorgten Rita Schapmann, Gaby Igelmann, Annemarie Rettig, Angela Fischer, Conny Stockel und Gismara Laarmann tanzend mit „Torfrock Beinhart“ wieder für Baustellen-Stimmung. Und schließlich erklärte Agnes Salomo als „Alfons“, dass es sich bei den Arbeiten am Pfarrhaus um ein archäologisches Ausgrabungsprojekt des historisch interessierten Pfarrers Johannes Werges handelte.

as Baustellen-Motiv war durchaus symbolisch für die Raumnöte der Altweiber-Fastnacht, die die kfd nun zum ersten Mal nach dem Umbau des Pfarrhauses in der alten Schule feierte. Eine große Bühne für die vielen Darstellerinnen muss sein, da wird es eng bei 90 Gästen. Doch bei diesem Programm lagen viele Gäste gern ausdauernd den Darstellerinnen zu Füßen.

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