Festakt mit normalen Bürgern

Jubiläums-Bild mit Lubliner Engel und Münsters Goldenem Buch: Dr. Dieter Seidel (v.l.), Adelheid Mirwa, Michaela Heuer, Frank Baumann, Marta Wcislo, Krzysztof Komorski und Markus Lewe. Foto: A. Hasenkamp, Fotograf in Münster.

Münster. Feierlich begingen Gäste aus Lublin und Münster am Freitag das 25. Jubiläum ihrer Städte-Partnerschaft im Ratshaus von Münster. Dass da etwas lebt, zeigt sich gleich nach dem ganz Offiziellen: Da ist Zeit fürs Persönliche der ganz normalen Bürger – fünf Schüler des Rats-Gymnasiums stehen mit einigen der polnischen Gäste mit einem Foto-Buch beisammen, daneben überreichen einige Sänger des Shanty-Chors Münster der Lubliner Koordinatorin der Partnerschaft, Joanna Salapa, ein Foto – beide Gruppen hatten 2015 Lublin besucht.

Festakt Städtepartnerschaft Münster-Lublin

Vertreter der Kirchen waren gekommen, auch Weihbischof em. Friedrich Ostermann, seit den Anfängen der Partnerschaft dabei, Politik aus Rat und Bezirksvertretungen, der Regierungspräsident Professor Dr. Reinhard Klenke, der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, Hermann Eiling – der Festsaal ist fast voll beim Jubiläum der Städtepartnerschaft Münster-Lublin.
Dass Stadtpräsident Krzysztof Żuk nicht da sei, hänge mit dem Regierungswechsel zusammen, erklärt Krzysztof Komorski, stellvertretender Bürgermeister von Lublin: Żuk vertrete die Kommunen der Region in den Finanz-Verhandlungen mit der neuen Regierung.

Blick auf gemeinsames Europäisches zum 25. Jubiläum: Lublin und Münster schätzen Europäisches Kulturerbe-Siegel

Lewe und Komorski stellen übereinstimmend mehrfach den Wert des Europäischen Kulturerbe-Siegel heraus. Das soll in diesem Jahr noch Schüler zu einem Workshop zusammenführen.
Was seien die tragenden Kräfte der Partnerschaft gewesen?, fragt Lewe: „Es sind immer Menschen die sich mögen, kennen lernen, schätzen lernen“, das sei eine „Liebesbeziehung, kann man fast sagen“. Michaela Heuer vom Förderkreis Münster-Lublin wird genannt, und Adelheid Mirwa, Trägerin des Verdienstkreuzes in Gold der Republik Polen. Lewe erinnert an den Westfälischen Frieden, das System souveräner Staaten, wünscht sich „hoffentlich noch lange offene Grenzen“. „Offene Grenzen sind nicht selbstverständlich“, betont er, der Saal applaudiert.
Altes mit frischem Schwung präsentiert der 30-köpfige Konzertchor Münster: ein – lateinisches – Jubilate als Jazz-Motette. Zum Auftakt singen sie „Gaude Mater Polonia“, zum Finale „Ein Freund, ein guter Freund“ – da kann die stark geforderte Übersetzerin herzlich lachen.

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Bürgermeister Komorski mit Übersetzerin.
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Der Konzertchor Münster bot ein klassisch-europäisch-lateinisches und zugleich erfrischend modernes Programm mit Spaß-Faktor. Foto: A. Hasenkamp, Fotograf in Münster.

münster-lublin-partnerschaft Gern nehmen die Gäste aus Polen zum Foto-Termin mit Lewe und dem Goldenen Buch im Friedenssaal noch vier vom Vorstand des Fördervereins Münster-Lublin mit ins Bild. Auf dem Weg zum Festakt fotografiert Marta Wcislo, stellvertretende Vorsitzende des Rates, an der Seite von Michal Karapuda, Leiter der Kulturabteilung der Stadt Lublin, die Südwand des Friedenssaals;„przepięknie“ sagt jemand, sie nickt: „wunderschön“.

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