Danke-Sagen: Hospiz lebensHAUS feiert Festakt auf Gut Havichhorst

Sprachen oder sangen zum Festakt: Gerlinde Dingerkus, Martina Klimek, Dr. Ulrike Hofmeister, Franz-Josef Dröge, Annette Michels, Lisa Scheper, Erhard Wieferig und die Musikerin Rosa Latour. Eventfotograf: A. Hasenkamp, Münster.

Projekt feiert 20. Jubiläum

Münster-Handorf. Nicht zuletzt dem Danke-Sagen hatte das Hospiz lebensHAUS am Freitag zum Festakt auf Gut Havichhorst rund 130 Gäste eingeladen. Und die vielen Umarmungen beim Eintreffen der Gäste sprachen Bände. „Es war schon ein mutiger Schritt für die damalige Zeit“, sagt Lisa Scheper, die sich Geschäftsführung und Hospizleitung mit Franz-Josef Dröge teilt. Hinter dem Projekt stand kein stationärer großer Träger, sondern drei kleine freie Träger: die Vereine Hospizbewegung Münster, Fachstelle für sexuelle Gesundheit – Aidshilfe Münster und Ambulante Dienste. Fritz Krüger half mit, über die Fachklinik Hornheide ein Haus zu finden: So kam das Hospiz nach Handorf. Die Palliativärztin und Geschäftsführerin des Palliativnetzes Münster, Dr. Ulrike Hofmeister, erinnerte sich an die Frage eines Krebskranken: „Wie geht es denn jetzt weiter?“ Er fand Platz im lebensHAUS „und ich blieb mit hängen“. Inzwischen, so Scheper, sei das Hospiz „fester Bestandteil der Versorgung in Münster“, wie auch das Johannes-Hospiz. Dröge freute sich, „dass die Menschen eine Wahl haben.“ Er bedauerte, dass es eine Warteliste gibt.

Aus eigener Anschauung konnte die Handorfer Bezirksbürgermeisterin Martina Klimek aus dem lebensHAUS berichten; sie lud dazu ein, es zu besuchen: „Es hat sogar mich geerdet.“ Ein 20-minütiger Film mit Interviews soll bald über den Internetauftritt zu sehen sein. Erhard Wieferig von Ambulante Dienste wünschte sich, dass die „für uns beispiellose Erfolgsgeschichte des lebensHAUSes in den nächsten Jahrzenten unverändert fortgeschrieben wird.“

Den Festvortrag zum Thema „Alltag im Hospiz – Was hat Professionalität mit Demut zu tun?“ hielt Dr. Dipl.-psych. Gerlinde Dingerkus. Annette Michels, Mitarbeiterin der ersten Stunde, führte durch das Programm des Festakts.
Musikalisch unterhielt Rosa Latour die Gäste. Die Feierlichkeiten endeten am Samstag mit einem Konzert für Angehörige und Hinterbliebene, gestaltet von Njeri Weth & Band mit dem Projektchor St. Petronilla.

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