Wenn Akkus altern: Batterieforschungszentrum MEET präsentiert seine Arbeit auf Hannover-Messe

Zuletzt aktualisiert 6. Januar 2019 (zuerst 29. März 2011).

Das Batterieforschungszentrum MEET der Universität Münster ist auch in diesem Jahr wieder mit Neuerungen aus der Batteriewelt auf der Hannover-Messe dabei. Vom 4. bis zum 8. April präsentiert das MEET-Team am Gemeinschaftsstand Nordrhein-Westfalen seine aktuelle Forschungstätigkeit zu Lithium-Ionen-Akkus. Ein Fokus liegt dabei auf dem Thema Batterie-Alterung. Erste Einblicke in die Lebenszyklen der Akkus bekommen Besucher im „Inneren“ des Energiespeichers – einem großen, begehbaren Batterie-Modell.
„Zu den langfristigen Zielen unserer Arbeit gehört, die Lebensdauer von Lithium-Ionen-Akkus zu verlängern“, erklärt MEET-Projektleiter Dr. Gerhard Hörpel. So erforschen die münsterschen Wissenschaftler, wie sich die einzelnen Komponenten der Batterie weiter optimieren lassen. Dazu werden die Akkus in den MEET-Laboren in ihre Bestandteile zerlegt und die Mechanismen der Alterung analysiert.

Die Forschung auf dem Gebiet der Lithium-Ionen-Technologie gilt als Basis für die Realisierung der Elektromobilität. Neben der Anwendung in mobilen Stromspeichern wird die Lithium-Ionen-Batterie auch zunehmend in stationären Speichern gesehen – wie etwa bei der besseren Ausnutzung regenerativ erzeugten Stromes. MEET ist als europäisches Spitzeninstitut mit seinen Wissenschaftlern Prof. Dr. Martin Winter und Prof. Dr. Stefano Passerini maßgeblich an dieser Arbeit beteiligt. Um optimale Forschungsbedingungen zu schaffen, wurde für MEET ein neues Gebäude errichtet, das Anfang 2011 – nur sieben Monate nach Baubeginn – von einem internationalen Team mit über 75 Wissenschaftlern bezogen wurde. Nun gilt es, innovative elektrochemische Energiespeicher mit längerer Lebensdauer, verbesserter Leistung, deutlich höherer Energie und maximaler Sicherheit zu entwickeln. Damit möchte MEET die Wettbewerbsfähigkeit Nordrhein-Westfalens und Deutschlands in Energie-Zukunftstechnologien steigern.

Die Hannover-Messe gehört zu den wichtigsten Industriemessen weltweit. Das Land Nordrhein-Westfalen stellt auf seinem Gemeinschaftsstand E60 in Halle 27 mit den Clustern EnergieRegion.NRW, EnergieForschung.NRW sowie der EnergieAgentur.NRW Ideen für Energie und Klimaschutz vor. Neben dem Batterieforschungszentrum MEET präsentieren rund 20 weitere Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen ihre Produkte und Dienstleistungen.

MEET steht für „Münster Electrochemical Energy Technology“. Als innovatives Forschungszentrum bringt es wissenschaftliche Grundlagenforschung und industrielle Anwendungen an einem Ort zusammen. Als Kooperationspartner sind bereits mehr als 30 Firmen an Bord, die die gesamte Wertschöpfungskette der Batterieherstellung vertreten – vom Rohmaterialienlieferanten bis zum Anwender. Unterstützt wurde der Aufbau des Batteriezentrums von der Universität Münster, dem Bund und dem Land Nordrhein-Westfalen.

Bitte gib der Seite ein

Verwandte Inhalte:

  • Das VDE-Institut in Offenbach (Hessen) und das Batterieforschungszentrum MEET der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster arbeiten künftig im Bereich der Batterieforschung zusammen. Vertreter beider Einrichtungen unterzeichneten ein entsprechendes "Memorandum of Understanding". VDE steht für "Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik", MEET für "Münster Electrochemical Energy Technology". VDE-Institut und MEET beschließen Zusammenarbeit in…
  • Münster wird vom 25. bis 26. März zum Treffpunkt der internationalen Batteriewelt: Das MEET-Batterieforschungszentrum der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) und das Haus der Technik mit Sitz in Essen richten die Fachtagung "Kraftwerk Batterie – Lösungen für Automobil und Energieversorgung" aus. Mit 60 Vorträgen und über 100 wissenschaftlichen Postern erwartet die Besucher…
  • Hochenergie-Batterien der nächsten Generation sollen die Nachfolge der Lithium-Ionen-Batterie antreten. Doch hat die jetzige Batterietechnik für automobile und stationäre Anwendungen wirklich bald ausgedient? Was können sogenannte Post-Lithium-Ionen-Batteriesysteme leisten? Diesen und weiteren Fragen widmet sich ein neues Forschungsvorhaben, das am Batterieforschungszentrum MEET der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) koordiniert wird. Das Projekt…
  • Am Batterieforschungszentrum MEET der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) hat am Dienstag, 5. Juli, der Auftakt der Forschungsprojekte "GLANZ" und "STELLA" stattgefunden. Die beiden Verbundvorhaben zielen darauf ab, die Speicherkapazität von elektrochemischer Energie in wiederaufladbaren Batterien zu steigern und somit größere Reichweiten für Elektroautos zu erzielen. Dabei wird auf die Weiterentwicklung…
  • NRW-Wissenschaftsministerin informiert sich über Batterieforschung in MünsterBei einem Besuch im Batterieforschungszentrum MEET der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) und Helmholtz-Institut Münster (HI MS) hat die nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen der Batterietechnologie eine "große Zukunft" attestiert. "In Münster entwickelt sich Außergewöhnliches auf diesem Feld - deswegen wird das Land NRW sie weiter nach Kräften unterstützen", betonte sie. Das…
Follow by Email
RSS