Verkehrsversuche auf gutem Weg

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Zuletzt aktualisiert 9. August 2021 (zuerst 5. August 2021).

Erste Eindrücke / Umfassende Beobachtung und Dokumentation

Münster (SMS) Die Eingewöhnungsphase durch die Markierung einer neuen Busspur in der City ist beendet. Nach wenigen Tagen zeigt sich laut Beobachtung der Fachleute aus der Stadtverwaltung Münster eine zunehmende Entspannung der Verkehrslage. Die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer haben sich auf die Situation eingestellt. „Die regelmäßigen Befahrungen – morgens, mittags und abends – bestätigen unsere Erwartungen. Wir registrieren natürlich die vereinzelt auftretenden Rückstauungen und die dadurch verursachte Fahrzeitverlängerung. In der Regel dauert es aktuell in den abendlichen Spitzenzeiten maximal bis 15 Minuten um vom Ludgerikreisel bis zum Landeshaus zu fahren“, schildert der Leiter des Amtes für Mobilität und Tiefbau, Michael Grimm, die aktuellen Erfahrungen. 

Amt für Mobilität und Tiefbau der Stadt Münster nimmt Anregungen entgegen

Seit Anfang der Woche testet Münster in der Innenstadt drei Verkehrsprojekte auf ihre Alltagstauglichkeit: Die Hörsterstraße wird nach der Sperrung für den Durchgangsverkehr zunehmend von flanierenden Menschen erobert, die auch gern die dort platzierten Sitzmöbel in Anspruch nehmen. Und auch immer mehr Radfahrende nutzen die nun in Gegenrichtung geöffnete Einbahnstraße, um vom Bült auf direktem Wege zur Promenade oder zum Bohlweg zu fahren. „Gerade hier in der Hörsterstraße wird deutlich, dass die Veränderung im Martiniviertel als Prozess gedacht ist“, sagt Grimm. „Im Laufe der Woche erfolgten dort weitere Ergänzungen in der ‚Möblierung‘ der Straße.“

Der Prozess beinhaltet auch die ständige Beobachtung der Versuche, damit Anpassungen vorgenommen werden können. So wurden etwa in der Hörsterstraße einzelne Stadtmöbel verschoben, um Hauseingänge besser zugänglich zu machen. Immer wieder sind die Fachleute vor Ort und beobachten die Situation. Sie nehmen auch Anregungen entgegen und beantworten Fragen. Die Ansprechpartner im Amt für Mobilität und Tiefbau sind auch per Mail zu erreichen: tiefbauamt@stadt-muenster.de.

Viel Zuspruch von Besuchern Münsters

Vor Ort gibt es viel Zuspruch von Besucherinnen und Besuchern der Hörsterstraße. Anwohner und Anwohnerinnen beobachten die veränderte Situation mit gemischten Gefühlen: die Verkehrsberuhigung wird positiv gesehen, andererseits wird nächtliche Lärmbelästigung befürchtet.

An der Kreuzung Promenade / Neubrückentor wurden inzwischen zusätzlich große „Vorfahrt achten“-Piktogramme auf der Fahrbahn der Straße Neubrückentor aufgebracht, die neben der üblichen Beschilderung die Vorfahrtänderung an dieser Stelle noch deutlicher machen. Bei den meisten Verkehrsteilnehmenden ist noch eine gewisse Vorsicht bei der Annäherung an die neue Kreuzungssituation wahrnehmbar, sowohl auf der Straße wie in der Promenade. Besonders die Radfahrenden haben die geänderte Vorfahrtregelung aber bereits gut angenommen, zumal die Rotmarkierung in der Straßenfurt ein deutliches Signal gibt.

Realistisches Bild erwartet

Nach dem Ende der Sommerferien Mitte August und der dann auch erfolgenden Öffnung der Kreuzung Wolbecker Straße / Hansaring gelte es, den Versuch unter den veränderten Bedingungen für weitere Einschätzungen fortführend zu beobachten. „Diese sich wandelnden Situationen bieten im Versuchszeitraum ein realistisches Bild der sich immer wieder ändernden Bedingungen, unter denen eine Busspur funktionieren muss“, so Grimm.

Während der Zeit der Verkehrsversuche bis zum 24. September beobachten die Organisierenden der Versuche durchgängig die Situation: Befragungen, Verkehrszählungen, Vergleichsmessungen von Lärm- und Schadstoffbelastungen in der Hörsterstraße oder die regelmäßige Befahrung des Bahnhofsumfeldes in Münster werden in die Beurteilung der veränderten Situation an den drei Versuchsorten und abschließend in eine Dokumentation einfließen.