Smarte Straßenbeleuchtung in Wolbeck getestet Pilotprojekt „Bewegtes Licht“ des Tiefbauamtes beim Kongress der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen

Münster (SMS) Das Tiefbauamt der Stadt Münster hat im Stadtteil Wolbeck eine intelligente Straßenbeleuchtung getestet, deren Funktionalität von der Fachhochschule Münster (FH) bewertet worden ist. Die Pilotanlage ist ein Baustein der „Smart City“ in Hinblick auf die vernetzte Stadt. Sie leuchtet auf dem Geh- und Radweg „Petersdamm“ nur dann mit voller Intensität, wenn der Weg von Fußgängern oder Radfahrern benutzt wird, die so – ähnlich einem Bewegungsmelder – die intensive Beleuchtung „anfordern“. Eine adaptive Steuerung ermöglicht bei Nichtnutzung das Herunterregeln der Lichtintensität.

Die Stadt Münster setzt auf intelligente Straßenbeleuchtung. Mit diesem Pilotprojekt „Bewegtes Licht“ nehmen das Tiefbauamt und die FH Münster vom 12. bis 14. September in Erfurt am Kongress der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) teil, um das Projekt auch international bekannt zu machen. Alexander Buttgereit, Abteilungsleiter im Tiefbauamt Münster, und Prof. Dr.-Ing. Birgit Hartz von der FH Münster stellen die Erfahrungen mit dem System dort vor. Bereits 2017 hat das Projekt „Bewegtes Licht“ den zweiten Platz beim Publikumspreis des Energy Efficiency Award erhalten.

Licht im öffentlichen Raum ohne „Lichtverschmutzung“

Mit dem Projekt soll einerseits so viel Licht im öffentlichen Raum vorhanden sein, dass die Menschen sich wohl fühlen und Sicherheit empfinden. Andererseits soll die umweltbelastende „Lichtverschmutzung“ so gering wie möglich gehalten werden. Diese Problematik will das Wolbecker Projekt überwinden.

Neben der technischen Analyse übernahm die Fachhochschule Münster auch die Befragung der Nutzer der Teststrecke. Die Nutzer bewerten Technik der Teststrecke positiv, Anwohner fühlten sich kaum gestört. Auch Fehlschaltungen durch Tiere oder sich bewegende Äste konnten weitgehend ausgemerzt werden. Es wurde an diesen 19 „Lichtpunkten“ eine Energieeinsparung von rund 75 Prozent und eine Kohlendioxidreduzierung von etwa 900 Kilogramm pro Jahr erfasst.

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Um für zukünftige Installationen gerüstet zu sein, wurden zwei Systeme gleichzeitig getestet: Nutzer der Wegstrecke wurden entweder über Infrarot oder über Radar erfasst. Nach Abschluss eines Pilotprojektes in Wolbeck sollen zunächst ein Wohngebiet und eine Hauptverkehrsstraße mit Sensoren zur bedarfsgerechten Beleuchtung ausgerüstet werden.

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