Münster: Noten für Einkaufsmöglichkeiten in Stadtteilen

Eine wöchentliche Einkaufsmöglichkeit in Münster-Wolbeck - der Wochenmarkt auf dem Marktplatz. Foto: A. Hasenkamp.

Münster (SMS) Wie beurteilen die Münsteranerinnen und Münsteraner die Einkaufsmöglichkeiten in ihrem Stadtteil? Vermissen sie bestimmte Angebote? Ist beim Einkaufen die Erreichbarkeit mit dem Fahrrad, der große Parkplatz am Geschäft oder das preisgünstige Sortiment wichtiger?

Gute Noten für Einkaufsmöglichkeiten in Stadtteilen

Die jetzt vorliegenden Antworten aus der Bürgerumfrage 2015 nutzt die städtische Planungsverwaltung direkt und bezieht sie bei der Fortschreibung des Einzelhandelskonzeptes ein.

Zu den Ergebnissen: 33,1 Prozent der Befragten finden die Einkaufsmöglichkeiten insbesondere für Lebensmittel in ihrem Stadtteil “sehr gut”. Weitere 35,9 Prozent bezeichnen sie als “gut”, 15,7 Prozent als “befriedigend”. Noch über diesem gesamtstädtischen Durchschnitt liegen die Werte beispielsweise in Hiltrup-West, Kinderhaus-Ost / Kinderhaus-West, Geist / Schützenhof und Wolbeck.

Maßnahmen zur Stärkung der Stadtteilzentren in Kinderhaus, Mecklenbeck und Wolbeck

“Es freut mich, dass die Einkaufsmöglichkeiten in vielen Stadtteilen gute Beurteilungen erhalten haben“, sagt Stadtdirektor Hartwig Schultheiß. “Die in den vergangenen Jahren realisierten Maßnahmen zur Stärkung der Stadtteilzentren zum Beispiel in Kinderhaus, Mecklenbeck und Wolbeck schlagen sich in der Bürgerumfrage bereits nieder.”

Nur wenige Stadtteile erhalten in der Umfrage unterdurchschnittliche Beurteilungen. In Gelmer-Dyckburg und Amelsbüren gibt es inzwischen schon neue Einkaufsmöglichkeiten, so dass sich die Situation dort bereits verbessert hat.

Einkaufen im Stadtteil für Bürger in Münster wichtig

Die Umfrage zeigt ganz klar die Bedeutung der Stadtteilzentren für den Alltag der Bürgerinnen und Bürger auf: 67 Prozent kaufen die Lebensmittel für den täglichen Bedarf in Geschäften in ihrem Stadtteilzentrum ein. Beim klassischen Wochenendeinkauf liegt der Anteil des Stadtteilzentrums immer noch bei 37 Prozent, auf weitere Einkaufsorte im Stadtteil entfallen hier 22 Prozent. 28 Prozent der Befragten nutzen für den Wochenendeinkauf vor allem Versorgungsstandorte in Münster außerhalb des eigenen Stadtteils. Mit 8 Prozent wird in diesem Zusammenhang auch die Bedeutung des Wochenmarktes auf dem Domplatz deutlich. Hauptgründe für die Wahl des bevorzugten Lebensmittelgeschäftes sind die “Nähe zur Wohnung” (63,2 %) und die “Erreichbarkeit zu Fuß bzw. mit dem Fahrrad” (57,2 %).

“… fehlende Drogeriemärkte und fehlende Lebensmittelgeschäfte bzw. Discounter” in Münster

Gefragt nach Ansatzpunkten für Verbesserungen bei den Einkaufsmöglichkeiten vor Ort weisen viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Umfrage auf fehlende Drogeriemärkte und fehlende Lebensmittelgeschäfte bzw. Discounter hin. “Wir werden die Beurteilungen und Verbesserungsvorschläge als wichtige Informationen für das Einzelhandelskonzept nutzen”, unterstreicht Christian Schowe, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung. “Mit Blick sowohl auf die wachsende Stadt als auch auf den demografischen Wandel hat die Stärkung der Nahversorgung einen hohen Stellenwert.”

Wolbeck nicht besonders gut

Wie haben sich nach Einschätzung der Münsteranerinnen und Münsteraner ihre Wohnviertel in den vergangenen fünf Jahren verändert? 58,9 Prozent aller Befragten halten ihr Wohnviertel nach wie vor für ein attraktives Viertel, weitere 11,7 Prozent sind der Ansicht, ihr attraktives Viertel habe sich in den vergangenen Jahren sogar noch verbessert. Überdurchschnittlich hohe Attraktivitätswerte verbuchen insbesondere das Nordviertel (Kreuz / Schlachthof / Neutor), Mauritz-Mitte und das Südviertel (Pluggendorf / Josef). Neben diesen Innenstadtvierteln schneiden in den Außenstadtteilen auch Hiltrup-West, Hiltrup-Mitte, Mauritz-Ost, Gievenbeck und Sentrup sehr gut ab.

Jeder Fünfte: Wohnviertel hat sich verbessert

Insgesamt sind 18 Prozent der Befragten der Ansicht, ihr Wohnviertel habe sich verbessert. Der am häufigsten genannte Grund: bessere Einkaufsmöglichkeiten. Mit 12,8 Prozent hat ein geringerer Teil der Befragten eine Verschlechterung seines Viertels wahrgenommen. Gründe hierfür: mehr Verkehr, weniger Einkaufsmöglichkeiten, Nachverdichtung durch zu viele Neubauten.

Für die Bürgerumfrage verschickte das Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung Anfang 2015 rund 9000 Fragebögen an zufällig ausgewählte Personen. Mit über 3100 zurückgeschickten Fragebögen ergab sich eine gute Grundlage für die Übertragbarkeit der Ergebnisse. Umfassende Informationen zur Bürgerumfrage 2015 stellt das Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung im Internet zur Verfügung (www.muenster.de/stadt/stadtplanung).

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