Fortschritte und Bedarfe bei Integration in Münster Monitoring-Bericht der Stadt nimmt zehn Lebensbereiche unter die Lupe

Zuletzt aktualisiert 17. März 2018 (zuerst 16. Januar 2017).

Münster (SMS) Bei der Integration der Menschen mit Migrationsvorgeschichte gab es in Münster in den zurückliegenden drei Jahren deutliche Fortschritte. „Die Stadt ist der gleichberechtigten Teilhabe aller am Leben in Münster näher gekommen. Es bleiben aber noch erhebliche Herausforderungen, etwa bei der politischen Partizipation“, so Jochen Köhnke, Dezernent für Migration und interkulturelle Angelegenheiten. Im Detail weist das ein Bericht zum Integrationsmonitoring nach. Das 120-seitige Dokument steht im Internet unter
www.stadt-muenster.de/zuwanderung (Rubrik „Aktuelles“).

Grundlage des Integrationsmonitorings ist das Migrationsleitbild, das der Rat 2008 beschlossen und 2014 aktualisiert hat. Es nennt für zehn Bereiche Integrationsziele. Dazu gehören unter anderem die politische und rechtliche Integration, Bildung und Sprache, Arbeit und Wirtschaft, Wohnen, Kinder- und Jugendhilfe, Soziales, Gesundheit und Sport. Aus aktuellem Anlass wurde in den vorliegenden Bericht zusätzlich ein Bereich „Flüchtlinge“ aufgenommen. Für jeden Bereich gibt es Kennzahlen. Wie diese sich über die Jahre entwickeln, gibt eindeutige Hinweise auf Fortschritte und Bedarfe bei der Integration.

Positive Trends zeigt der Bericht etwa beim Sprachvermögen von Kindern und bei der Gesundheitsversorgung. Zum Beispiel bei der schulischen Integration oder der Beschäftigung besteht weiter Handlungsbedarf. Die Quote der Einbürgerungen ist gesunken, hier liegt Münster unter dem Landesdurchschnitt.
„Das Integrationsmonitoring gibt der Politik und der Stadtgesellschaft Daten, um den sozialen Frieden in unserer Stadt durch angemessene Entscheidungen zu erhalten“, so Jochen Köhnke. Es bezieht sich auf die Lebenssituation von fast 70 000 Münsteranerinnen und Münsteranern mit Migrationsvorgeschichte, die ihre Wurzeln in mehr als 140 Ländern haben. Von den Kindern unter zehn Jahren haben mittlerweile fast 40 Prozent eine – zum überwiegenden Teil: „ererbte“ – Migrationsvorgeschichte.

Die wissenschaftliche Begleitung für das Integrationsmonitoring lag bei Dr. Uwe Hunger von der Universität Münster. Den Bericht erstellte Meza Correa-Flock von der Koordinierungsstelle für Migration und interkulturelle Angelegenheiten. Fragen zum Monitoring beantwortet Jochen Köhnke, Tel. 02 51/4 92-70 53,
E-Mail KoehnkeJ@stadt-muenster.de.

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