Feuerwehr in Wolbeck feiert, Festschrift gehört dazu

Münster-Wolbeck. Zu den Vorbereitungen auf das Festwochende zum 100. Jubiläum des Löschzugs Wolbeck gehören auch letzte Details der Festschrift. Dazu vertieften sich am Samstag Aktive und Senioren des Löschzugs im modernisierten Gerätehaus in die Druckfahne des 48 Seiten starken Dokuments.

Als Organisator der Festschrift war Heinz Mentrup dabei, hinzu stieß der stellvertretende Löschzugführer Björn Scholle und nach dem Pressegespräch noch  Karl-Heinz Markfort aus der Alters- und Ehrenabteilung des Löschzugs. Mit dabei war Andreas Hasenkamp; er kümmerte sich um Informations- und Bildersammlung, Redaktion und Satz und erstellte als Fotograf in Münster besondere Aufnahmen wie die großen Gruppenbilder.

Unerwartete Übersetzungen und Dokumente für Festschrift der Feuerwehr

Auch dank weiterer Unterstützer sind einige der Wünsche von Mentrup schneller in Erfüllung gegangen als gedacht: Die lang erhoffte Übersetzung alter, in deutscher Schrift geschriebener Protokollbuch-Einträge aus den Jahren nach 1908 wurde dank der akribischen Arbeit von Siegfried Kurz Realität. Auch ein Stück Archiv-Arbeit für die Freiwillige Feuerwehr ist erledigt: Einsichten in Löschwassermangel, den maroden Zustand der „Schlossgräfte“ und was den Wehrleuten in den 20er Jahren sonst noch Kopfzerbrechen bereitete, erschlossen Dokumente des Stadtarchivs Münster: Hier übersetzte Dr. Johannes Hasenkamp einiges von dem, was sein Sohn Andreas an Dokumenten fand.

Hinzu kamen einige Interviews, das Stöbern in Zeitungsausschnitten und Foto-Sammlungen. So ist die Festschrift wohl die umfangreichste der Geschichte des Löschzuges und zeigt einige Neuheiten. Und der ehemalige Löschzugführer Clemens Schwaer fand auf den letzten Drücker noch ein Foto vom alten Gerätehaus in der „Dreckstraße“ – besser bekannt als Drostenhofstraße.

Spiegel der Dorfgeschichte

Wert legten die Wehrleute auch auf die Verbindungen zu den Wolbecker Vereinen und besonderen Ereignissen in Wigbold und Kirchspiel. So spiegelt die Festschrift im Vorjahr des Wigbold-Jubiläums ein Stück Dorfgeschichte.

Den Zugriff auf die neuen Inhalte erschließt zum ersten Mal ein Index: Namen von Familien und Orten, Vereinen und Ereignissen erlauben ein gezieltes Nachlesen. Auffällig: Manche Familiennamen verweisen auf mehrere Generationen Engagement in der Wehr.

Die Feuerwehrleute möchten dabei nicht nur erinnern, sie möchten auch neue Aktive werben. So informiert die Festschrift auch über die Jugendfeuerwehr und den Spielmannszug. Zu erwerben ist die Festschrift zunächst während des Festwochenendes vom 21. bis 23. August.

Weitere Dokumente gesucht

Bei allen Fortschritten sind noch nicht alle Schätze gehoben; weitere Dokumente warten noch im Archiv. Vielleicht melden sich auch noch weitere Besitzer von Erinnerungen, Dokumenten, Fotos und alten Zeitungsausschnitten bei Andreas Hasenkamp. „Das muss schnell gesichert werden, sonst ist es schnell verloren“, ist er überzeugt. Auch würde er gern Eindrücke und Anekdoten von weiteren Zeitzeugen sammeln (Tel. 025006 3058400).

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