Atmosphäre für Angelmoddes gute Stube

Monika Pohl vor dem Erntedank-AltarMünster-Angelmodde. Nicht nur für die Früchte des Feldes und die Natur sollte man zur Erntedank-Feier dankbar sein, sondern auch für die Menschen, so Johannes Werges, Pfarrer von St. Agatha, am Sonntag im Gottesdienst. Das galt diesmal ganz besonders Monika Pohl, die auf 25 Jahre im Dienst als Küsterin von St. Agatha zurückblicken kann. Ihre Stellvertreterin ist Maria Aland.

Werges' nutzte die Gelegenheit, auch anderen zu danken, die ganz im Schatten, ganz im Verborgenen ihren Dienst tun, denen wir aber so viel zu verdanken haben.”

Stellvertretend für die vielen Aufgaben der Küsterin zeigte Werges einige Gegenstände: Eine Kerze, ein Glöckchen, das Messbuch und einen Putzlappen. Die Kerzen, die Pohl immer anzünde, geben einen Rahmen und schaffen Atmosphäre. Pohl habe “einen Blick für diesen Raum”, sagte der Pfarrer. Pohl tue aber auch “vieles, das weit über Deinen Auftrag hinausgeht”, so Werges.

In fast hundert Jahren – es fehlen noch sieben – hat St. Agatha nur zwei Küster erlebt. Übertreffen wird Pohl ihren Vorgänger beim „Verschleiß“ von Pfarrern. Zehn hatte Josef Teupe erlebt, sagte Kajo Plaßmann beim Umtrunk, schon sieben sind es bei Pohl.

Die gebürtige Telgterin war nach Jahren in Angelmodde-West 1976 in das Obergeschoss des Pfarrhauses St. Agatha gezogen und hatte unter anderem in Kinder-Wortgottesdiensten mitgewirkt.Gern erinnert sich Pohl an ihren ersten Pfarrer im Künsterdienst, Dr. Hans Werners. Er hatte sie darauf angesprochen, ob sie nicht Küsterin werden wolle. Dazu gehört auch eine dreivierteljährige Ausbildung, die auch Fragen der Liturgie umfasst, und regelmäßige Weiterbildung. Die meisten ihrer Kollegen, etwa 90 sind es im Bistum Münster, seien sehr bewandert und über die dienstlichen Aufgaben hinaus am Religiösen interessiert.

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Der Kirchenvorstand von St. Agatha beschloss dann, sie zum 1.10. 1983 in den Dienst zu berufen, zusätzlich zu ihren Aufgaben im Pfarrhaus. Daran erinnerte Kajo Plaßmann, damals stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstands.

Mit Pohls Amtsantritt begann ein sanfter Übergang mit ihrem Vorgänger Josef Teupe. Der hatte im Alter von 16 Jahren sein Amt übernommen, das war 1915. Viel habe sie von ihm gelernt, sagt Pohl, und bewundert seine konstruktive Einstellung. Immerhin war sie eine zwei Generationen jüngere Frau. Aber die Zusammenarbeit sei sehr harmonisch gewesen.

Nun ist und kennt Pohl schon ein Stück Geschichte. Viele Hochzeitspaare kannte sie schon als Kinder, auch als Messdiener. „Gut, dass Du noch da bist“, haben Gemeindeglieder zu ihr gesagt, wenn wieder einmal ein neuer Pfarrer an die Werse kam. Und so meinte ein Gast beim starl besuchten Umtrunk, wenn Plassmann so an jemanden erinnere, dann sei er ein “Naturdenkmal”.

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