Arbeitskreis Älter werden in Angelmodde / Gremmendorf gestartet

Zuletzt aktualisiert 5. März 2016 (zuerst 21. April 2009).

Münster-Angelmodde. Ein Netz zwischen den vielfältigen Angeboten stricken und Lücken schließen – dazu hat in Angelmodde und Gremmendorf die Gründungssitzung eines neuen Arbeitskreises einen Anfang gemacht. Am Montag trafen sich knapp 50 Interessierte im Gemeindesaal der Friedens-Kirchengemeinde in Angelmodde zum Auftakt. Eingeladen hatten die Seniorenvertretung Münster und das Sozialamt der Stadt Münster.

Wer älter wird, soll länger selbständig bleiben und die Ressourcen in die Gemeinschaft einbringen können – das war die strategische Stoßrichtung. Thomas Schulze auf’m Hofe von der Abteilung Altenhilfe- und Pflegeplanung des Sozialamts Münster weiß aus seiner Arbeit in den ländlicheren Bezirken: Gerade hier möchten die Menschen lange im eigenen Haus bleiben.

Vernetzt länger selbstständig

Die älteren Menschen werden auch hier mehr, belegte auf’m Hofe mit einigen Zahlen. Aber das sei  nicht dramatisch, sondern normal.

Das Netzwerk, so auf’m Hofe, soll die Bedürfnisse Älterer ermitteln, eine Infrastruktur zum Fördern der selbstständigen Lebensführung bis  ins hohe Alter schaffen, nachhaltige Projekte initiieren oder aufgreifen sowie eine Informationsplattform schaffen.

Zahlreiche Ehrenamtliche aus den Stadtteilen waren gekommen und viele Ämter der Stadt zeigten Flagge – auch Kultur- und Jugendamt.

Einige Teilnehmer äußerten, wo sie der Schuh drückt: Ob mehr Flexibilität bei erschwinglichen Reihengräbern oder die Erreichbarkeit der Friedhöfe, die Nahversorgung in Angelmodde-Dorf oder der Bekanntheitsgrad des einen oder anderen Angebots. „Es gibt viele einfache Dinge, die sich ändern müssen“, betonte eine Frau. Der Südosten sei „kulturell vernachlässigt“, so Klaus Wirth,  Pfarrer von St. Bernhard. Ein anderes Problem könnte sein, dass die Lebensräume der meisten Menschen nicht den hier gesteckten Raum Angelmodde mit Gremmendorf unter einem Dach entsprächen, so Armin Berninghaus von der Aktion „Von Mensch zu Mensch“: Da seien Grenzen zu erwarten und zu überwinden. Auch dürfe der finanzielle Rückhalt der Stadt für die Ehrenamtlichen nicht schwinden: „Wenn die Stadt das auf Null fährt, bricht das ganze Gebilde zusammen.“ Das werde aber nicht geschehen, beruhigte  der Bezirksbürgermeister für Münster-Südost, Markus Lewe. Er versprach, der Arbeitskreis werde auch in der Bezirksvertretung zu Wort kommen.

„Wunschbox Ideenkiste“ der Seniorenvertretung

Den Schritt vom Plan zum Konkreten, den  Lewe anmahnte, erleichtert für Angelmodde und Gremmendorf die „Wunschbox Ideenkiste“ der Seniorenvertretung: Im Postkarten-Format kann man seine Wünsche darlegen.

Heinz Diekel war sichtlich erfreut von der hohen Teilnehmerzahl. Die Ankündigung war etwas knapp gewesen und viele Vereinsaktive hatten nur aus Zeitung oder von anderen davon erfahren, war nachher zu hören.

Das erste Treffen des Arbeitskreises findet am 5. Oktober um 16 Uhr im Pfarrheim St. Ida statt.

 

 

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